Rosenheim – Einige Rosenheimer haben uns zum Tag des Dialekts verraten, welche Wörter sie benutzen.
Kerstin Noto (40), Hebamme aus Schechen: „Füllwörter wie „fei“ oder „ge“ kann man immer hernehmen. Ein freundliches „Servus“ geht auch immer. Dialekt zu sprechen hat für mich etwas mit Heimat zu tun, wo man lebt, wie man sich fühlt.“
Gregor Deffner (67), Rentner aus Rosenheim: „Gebürtig bin ich ein Franke, seit 1981 bin ich in Rosenheim und trotzdem spreche ich gerne Fränkisch. Es gibt Worte im Fränkischen, die gehen nicht weg, wenn man dort aufgewachsen ist, wie das klassische „Allmächd“. Oder „bassd scho“ ist für einen Franken das Allround-Wort. Für mich ist es auch wichtig, dass die Leute ihren Dialekt behalten und so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.“
Victoria Kaiser (23), Erzieherin aus Kolbermoor: „Das Wort „Oida“ habe ich viel im Gebrauch; ich glaube, das ist noch aus der Jugend übrig. Generell vereinfacht das Bairische vieles noch einmal, weil es sehr mundfaul ist. Ich sage auch oft „schee“ statt „schön“ oder den Ausdruck „des bassd scho“, obwohl ich normalerweise kein Bairisch rede. Zwar bin ich mit viel Dialekt aufgewachsen, aber er hat sich nicht bei mir gefestigt.“
Anton Thimet (65), Ingenieur, mit Mutter Elisabeth (92), Rentnerin aus Rosenheim: „Eines unserer Lieblingswörter im Dialekt ist das bairische bärig – das bedeutet so viel wie toll, super, hervorragend, und man kann es in allen möglichen Situationen sagen.“
Alfons Röckl (87), Rentner aus Rosenheim: „Redewendungen wie „bassd scho“ oder „i moan do scho a“, also „ich meine doch schon auch“, nutze ich öfter. Das kann man immer hernehmen, wenn man etwas Gesagtes bestätigt. Dialekt spreche ich im Alltag nicht immer, aber doch schon meistens.“