Rosenheim – Mit ausgeweiteter Videoüberwachung, zusätzlichem Sicherheitspersonal und einer engeren Zusammenarbeit der zuständigen Stellen soll der Rosenheimer Bahnhof auch künftig ein sicherer Ort bleiben. Darauf hat sich Oberbürgermeister Andreas März bei einem Gespräch mit Verantwortlichen der Polizeibehörden und der Deutschen Bahn im Rosenheimer Rathaus verständigt, wie die Stadt Rosenheim mitteilt. Als Vertreterin des Dienstherrn der Bundespolizei nahm die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern, Daniela Ludwig, an dem Austausch teil.
März betonte nach Angaben der Stadt, der Rosenheimer Bahnhof sei Teil des urbanen Lebens, die Menschen sollten sich dort weiterhin sicher aufhalten und sicher fühlen können. Die Stadt unterstütze Bundes- und Landespolizei mit dem von ihm angestoßenen kommunalen Sicherheitsdienst sowie mit der Ausweitung der Videoüberwachung am Südtiroler Platz. Es gelte, präventiv zu handeln und gleichzeitig durchzugreifen, wenn nötig.
Ludwig verwies laut Mitteilung darauf, dass deutschlandweit eine Zunahme von Gewaltdelikten in Zügen und an Bahnhöfen verzeichnet werde und sich einzelne Bahnhöfe zu Kriminalitätsschwerpunkten in den Städten entwickelten. Dies treffe auf Rosenheim jedoch nicht zu, der Bahnhof gelte nicht als Hotspot. Der Bahnhof solle auch in Zukunft sicher bleiben.
Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Beteiligten bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter eine Erhöhung der Präsenz der Bundespolizei sowie die Verbesserung der Beleuchtung in der Fußgängerunterführung vom Bahnhof zur Klepperstraße. Die hohe sichtbare Präsenz von Polizei und Sicherheitspersonal soll in diesem Jahr beibehalten werden.
März hob hervor, dass bereits jetzt alle involvierten Stellen eng zusammenarbeiten. Mit der Einbeziehung von Jugend- und Sozialarbeit sowie von Streetworkern setze man nicht nur auf Kontrollen, sondern auch auf Prävention und alternative Lösungsansätze rund um den Bahnhof. Ludwig setzt zudem auf technische Unterstützung: Derzeit nutzen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei am Rosenheimer Bahnhof nach ihren Angaben über 20 Kameras für die Videoüberwachung. Wenn zeitnah auch der Bahnhofsvorplatz eine Videoüberwachung erhält, soll dies sowohl die tatsächliche als auch die gefühlte Sicherheit erhöhen.
Die Gesprächsteilnehmer wollen nach Angaben der Stadt weiterhin im Austausch bleiben, um die Sicherheitslage am Bahnhof fortlaufend zu bewerten.