„Das Vermächtnis unserer Vereinsgründer fortführen“

von Redaktion

Schützengesellschaft Immergrün Aising blickt bei Jahresversammlung auf ein aufregendes Jahr und den Umzug nach Pang zurück

Rosenheim – Mit einem Rückblick auf ein bewegtes Vereinsjahr und einem Appell an den Zusammenhalt der Mitglieder hat die Schützengesellschaft Immergrün Aising ihre Jahresversammlung erstmals am neuen Schießstand in Pang abgehalten. Nach dem Totengedenken ließ Schützenmeister Rudi Babl das Jahr Revue passieren. Er dankte allen, die sich bei der letztjährigen Versammlung für den Umzug nach Pang und für moderne Schießstände ausgesprochen hatten. Vor ziemlich genau einem Jahr hatten fleißige Helfer in kurzer Zeit das Schützenheim beim Alten Wirt geräumt. Ohne eigene Trainingsmöglichkeiten beteiligten sich die Schützen dennoch an Preisschießen, an der Stadtmeisterschaft und den Rundenwettkämpfen, die alle auswärts ausgetragen werden mussten.

Zudem waren die Mitglieder bei verschiedenen Festveranstaltungen der Ortsvereine sowie bei der Gauwallfahrt präsent. Babl bedankte sich bei allen, die sich vor und hinter den Kulissen für den Verein engagiert hatten.

Sportleiter Hans Weißenbacher berichtete von herausragenden Ergebnissen der Sommerbiathleten, die bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften hervorragende Platzierungen erreicht hatten. Jugendleiterin Jenny Hartl regte an, die Jugendarbeit wieder zu intensivieren, da man mit den neuen Schießständen die Jugendlichen wieder stärker motivieren könne.

Kassier Sepp Steingraber informierte im Anschluss über die Ein- und Ausgaben und legte diese detailliert dar. Nach Prüfung der Unterlagen schlugen die Kassenprüfer die Entlastung der gesamten Vorstandschaft vor, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde.

Zum Thema Schießstand erinnerte Alfons Kapser die Versammlung an die Gründer des Vereins. Fast auf den Tag genau vor 75 Jahren hatten Simon Noichl, Georg Aschauer und Josef Liedl die Schützengesellschaft Immergrün beim Alten Wirt in Aising gegründet. Im 75. Jubiläumsjahr musste der Verein das Haus verlassen und nach Pang umziehen. Man habe versucht, ein neues „Dahoam“ aufzubauen, was nach kleineren und größeren Anlaufschwierigkeiten auch gelungen sei, sagte Kapser. Mit Leidenschaft mahnte er die anwesenden Mitglieder: „Jetzt sind wir an der Reihe, dieses Vermächtnis unserer Vereinsgründer fortzuführen. Das kann aber weder die Vorstandschaft noch die Jugendleitung alleine. Unser Verein hat über 100 Mitglieder. Und der Verein lebt nur durch die Mitglieder.“ Eine Handvoll Engagierter habe sich mächtig ins Zeug gelegt, um eine Weiterführung des Schützenvereins zu ermöglichen. Nun gelte es, den neuen Schießstand mit Leben zu füllen. „Dabei geht es nicht nur um herausragende Ergebnisse beim Schießen. Es geht auch darum, sich zu seinem Verein zu bekennen und einfach mal vorbeizuschauen“, so Kapser.

Zum Abschluss der Versammlung ehrte Schützenmeister Babl langjährige Mitglieder. Franz Niedermeier wurde für 25 Jahre, Gertraud Pichler für 40 Jahre sowie Bertl Blabsreiter und Hans Krutzlinger für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung erhielt Marianne Bodner: Sie wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft im Verein und im Bayerischen Sportschützenbund sowie für besondere Verdienste um den Verein geehrt. Der Ehrenurkunde des Bayerischen Sportschützenbundes lag ein persönliches Begleitschreiben des Landesschützenmeisters bei.

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