Entwicklung im Rosenheimer Norden: Warum gibt es keinen Workshop mit Bürgern vor Ort

von Redaktion

Zum Artikel „Wirbel um ,Siedlungsbrei ohne Struktur‘“ über die Pläne im Rosenheimer Norden:

Der Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss hat in seiner Sitzung am 12. Februar die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans „Marienberger Straße Nord“ mit den Stimmen der CSU, AFD, SPD und FW gebilligt. Demnach ist die Gesamtfläche zwischen Rosenheim und Westerndorf St. Peter beplant und soll bebaut weden.

Die oft versprochene Grünzesur ist auf Minimales eingedampft. Begründet wird es mit einer Versorgungslücke und fehlenden Wohnraum.

Da gibt es nichts dagegen zu sagen aber muss ich da das ganze Gebiet zubauen? Ich war in der Sitzung, weil ich u.a. im September 2024 eine Stellungnahme mit Einwänden zum Verfahren geschrieben habe.

Der Eingang wurde bestätigt, aber seither habe ich nichts mehr gehört.

Nun höre ich, dass es Stellungnahmen zum Beispiel der Regierung von Oberbayern gibt, die schreibt „Der Erhalt und die Qualifizierung des bestehenden Freiraums zwischen dem nördlichen Stadtrand Rosenheims und dem südlichen Ortsrand von Westerndorf St. Peter sollten aus Gründen der Siedlungsgliederung, Erholungssicherung und Klimawandelvorsorge in der Planung Berücksichtigung finden.“ Das ist das, was ich auch will. Die Stellungnahmen scheinen egal, es wird trotzdem beschlossen. Auch, wenn im aktuellen Wahlkampf bei Veranstaltungen alle von maßvoller Entwicklung sprechen und die CSU in ihrem Flyer für den Rosenheimer Norden von „gemeinverträglicher, ausgeglichener, maßvoller Entwicklung und vom Erhalt von landwirtschaftlichen- und Grünflächen“ spricht. Egal trotzdem beschlossen. Das ganze Vorgehen ist arrogant und überheblich.

Warum nimmt man die Entwicklung der „Marienberger Straße Nord“ aus dem ISEK-Verfahren raus? Warum macht man keinen Workshop mit den Bürgern vor Ort?

Albin Stieber

Rosenheim

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