„Next Level“ für das Rofa-Stadion

von Redaktion

Die Starbulls Rosenheim modernisieren ihre Eishalle. Geplant sind zwei zusätzliche Stockwerke mit exklusiven Logen und neuen VIP-Bereichen für das Rofa-Stadion. Dessen Aussehen wird sich stark verändern, der Spielbetrieb soll aber nicht beeinträchtigt werden.

Rosenheim – Dieser Tag ist historisch. Das hat Marcus Thaller gleich zu Beginn des Termins deutlich gemacht. „Die Maßnahme ist ein absoluter Gamechanger für uns“, sagte der Vorsitzende der Starbulls Rosenheim. Oder anders gesagt: „Es ist ein Meilenstein, der weit über die Grenzen der Region hinaus für Aufsehen sorgen wird“, teilen die Starbulls mit. Der Verein stockt in den kommenden eineinhalb Jahren den Vorbau des Rofa-Stadions massiv auf und modernisiert den Teil des Stadions komplett.

Für das „visionäre Bauvorhaben“ fand nun der Spatenstich statt. Das Projekt nennt sich „Next Level“ und soll den Vorbau des Stadions – also dort, wo sich die Haupteingänge befinden – grundlegend verändern. Geplant ist, dass auf das bisherige Gebäude zwei Stockwerke daraufgesetzt werden. „Im ersten Stock werden wir die bestehende Marc O’Polo Lounge großzügig erweitern und modernisieren, im Großen und Ganzen wird es aber das gleiche Erlebnis bleiben“, sagte Thaller. Größere Veränderungen gibt es darüber – dort, wo bislang die Fassade mit Rofa-Logo zu sehen ist. „Im neuen zweiten Stock entstehen neun exklusive Logen“, sagte der Starbulls-Vorsitzende. Der Plan: Ein „Premium-Erlebnis der Extraklasse“ zu schaffen. Denn im ersten Stock wird auch eine „vitagroup skylounge“ für rund 100 Gäste ihren Platz finden. So soll die Kapazität der VIP- und Businessplätze von bisher 240 auf künftig 600 Plätze erhöht werden.

Die einzelnen Logen haben unterschiedliche Größen, sagt Thaller. Eine habe sogar Platz für rund 20 Personen. Einige hätten Balkone mit Sitzmöglichkeiten, von denen aus die Spiele verfolgt werden können, andere seien mit großen Glasscheiben ausgestattet. „Wir heben die Aufenthaltsqualität und die Vermarktungsmöglichkeiten auf ein Niveau, das in unserer Liga absolute Maßstäbe setzen wird“, ergänzte Christoph Sandner, Geschäftsführer der Starbulls. Direkt neben den Logen entstehen runde Tribünenelemente, die den Bereich mit der Haupt- und Gegengerade verbinden. „Diese direkte Anbindung an die Sitzplätze verdichtet die Atmosphäre extrem und verleiht dem Rofa-Stadion endgültig den imposanten Charakter einer vollendeten Arena“, heißt es von den Starbulls.

Baukosten von rund
7,4 Millionen Euro

180 neue Sitzplätze gibt es mit der Erweiterung der Tribüne auch – allerdings seien diese für die Gäste des zweiten Stockwerks gedacht, sagte Thaller. Einige Sitzplätze an den Geraden müssten für den Umbau aber weichen. „An der Stelle gibt es aber keine Dauerkarten-Sitzplätze“, versicherte der Starbulls-Chef.

Zusätzlichen Platz gibt es in Zukunft auch direkt unter dem Dach – im neuen dritten Stock des Stadions. „Da haben wir dann die Büroräume für die Vereinsführung“, sagte Thaller. Genauso gebe es Schulungs- und Konferenzräume. „Für uns ist wichtig, dass wir diese Räume viel dem Nachwuchs zur Verfügung stellen können“, betonte der Vereinsvorsitzende.

So ein Bauvorhaben, ein „Leuchtturmprojekt“, wie es der Verein nennt, kostet allerdings Geld. Den Umbau lassen sich die Starbulls 7,4 Millionen Euro kosten – die größte eigenständige Investition in der Geschichte der Starbulls. „Ohne unsere Partner wäre das nicht möglich gewesen“, sagte Thaller.

Was feststeht: Die Stadt Rosenheim beteiligt sich nicht an den Kosten. „Bauherr sind die Starbulls“, sagte Oberbürgermeister Andreas März. Obwohl das Stadion der Stadt gehöre, stehe man komplett hinter dem Vorhaben. „Wir sind überzeugt, dass die Aufstockung eine enorme Aufwertung ist und das Stadionerlebnis auf ein neues Level hebt“, sagte der Oberbürgermeister.

Die Starbulls erhoffen sich hingegen noch etwas mehr. Das oberste Ziel für den Verein: „Die langfristige Sicherstellung und Festigung des bisher Erreichten“. Gleichzeitig eröffne der Ausbau neue Dimensionen für die sportliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Traditionsvereins – auch mit Blick auf einen möglichen Aufstieg in die DEL. „Es ist wichtig, nicht auf der Stelle stehen zu bleiben“, sagte der Starbulls-Vorsitzende.

Beginnen werden die Bauarbeiten bereits am kommenden Montag. „Da kommen die ersten Bagger. Auf die Play-offs hat das aber keine Auswirkungen“, sagte Thaller. Auch während der nächsten eineinhalb Jahre soll es beim Zuschauer- und Spielbetrieb keine Einschränkungen geben.

Bis zum Jahresende soll der Rohbau außen abgeschlossen sein. Bis zum Start der Saison 2027/2028 soll alles fertig sein.

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