Schluss mit Schlaglöchern am Romed-Klinikum

von Redaktion

Schotterplatz wird umgebaut und ab Juni kostenpflichtig – Standort gut für kurze Wege

Rosenheim – Der Schotterparkplatz vor dem Romed-Klinikum in Rosenheim soll erneuert werden. Das hatte das Romed-Klinikum und die Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GRWS) in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gegeben. „Nach der Fertigstellung des neuen Eingangsgebäudes Anfang 2021 ist die brachliegende Fläche als sogenannter Schotterparkplatz genutzt worden“, erklärt eine Sprecherin des Klinikums auf OVB-Anfrage. Es handele sich nicht um einen offiziellen Parkplatz, sondern um eine Interimsnutzung.

Das Problem: Immer wieder aufbrechende Schlaglöcher, fehlende Befestigungs- und Entwässerungsmaßnahmen sowie unübersichtliche Situationen bei der Zufahrt beeinträchtigten Sicherheit und Nutzbarkeit. Daher entschied sich die GRWS dazu, einen offiziellen Parkplatz zu bauen, der alle baulichen Anforderungen erfüllt. So sollen etwa die Zu- und Abfahrten klar gekennzeichnet werden. Auch, weil sich in der Vergangenheit immer wieder Rückstaus gebildet hatten. Nach der Räumung des Geländes und der routinemäßigen Kampfmitteluntersuchung laufen nun bereits die Bauarbeiten. „Die Maßnahme dauert mehrere Wochen“, heißt es vonseiten der GRWS. Läuft alles nach Plan, kann voraussichtlich im Juni mit einer Fertigstellung gerechnet werden. Der neue Parkplatz richtet sich dann in erster Linie an Menschen, die wegen Erkrankungen auf kurze Wege angewiesen sind. „Patienten und Besucher sollen kliniknah einen Stellplatz finden“, sagt die Romed-Sprecherin.

Um das zu gewährleisten, werden durch den Umbau noch einmal zusätzliche Plätze geschaffen. „Zu den bestehenden 30 Parkplätzen, die über die Pettenkoferstraße zugänglich sind, kommen noch einmal 70 hinzu“, sagt die Sprecherin. Insgesamt gibt es an der Pettenkoferstraße dann 100 Stellplätze. Künftig erfolgt die Zufahrt ausschließlich über die Pettenkoferstraße und nicht mehr über die Ellmaierstraße. „Das erhöht die Sicherheit, entflechtet den Verkehr und schafft Ordnung auf der Fläche“, heißt es vonseiten der GRWS.

Ein Wermutstropfen für diejenigen, die bisher ihr Auto kostenlos auf dem Schotterparkplatz abgestellt haben: Ab Juni wird der Parkplatz bewirtschaftet. Die erste Stunde ist frei, anderthalb Stunden kosten 2,40 Euro, zwei Stunden 4,80 Euro. Damit orientieren sich die Kosten an den Preisen, die auch in den städtischen Parkhäusern gelten. „Das 24-Stunden-Ticket kostet zwölf Euro“, sagt die Romed-Sprecherin auf OVB-Anfrage. Die Bewirtschaftung erfolgt über die GRWS und die Veranstaltungs- und Kongress GmbH (VKR). Von wem der Schotterparkplatz bisher genutzt wurde, lässt sich nur schwer eruieren. „Eine Erfassung der Nutzer erfolgte nicht“, sagt die Sprecherin. Es sei jedoch davon auszugehen, dass Patienten, Besucher, Mitarbeiter und Anwohner die Parkfläche überwiegend nutzten. Zusätzlich zu dem Schotterparkplatz befinden sich direkt am Klinikum bei der Notaufnahme ein Wehen-, zwei Kurzzeit- und zwei Schwerbehindertenparkplätze. Am Haupteingang gibt es ebenfalls fünf Kurzzeit- und zwei Schwerbehindertenparkplätze.

Auch befinden sich im Umkreis des Klinikums zahlreiche Parkhäuser und Parkplätze – darunter die Loretowiese, das P20 an der Schmucken, das P9 am Klinikum, das P7 in der Altstadt-Ost sowie die Parkplätze an der Prinzregentenstraße und im P4. Für Mitarbeiter des Klinikums gibt es ausgewiesene Parkkontingente mit Einfahrberechtigungen in Parkhäusern und Parkplätzen im näheren Umkreis.

„Diese Parkberechtigung für Mitarbeiter wird jedoch explizit nicht für den erweiterten Parkplatz direkt am Klinikum gelten“, sagt die Sprecherin des Romed-Klinikums. Damit soll gewährleistet werden, dass vor allem Patienten und Besuchern des Klinikums sowie des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ein Parkplatz in direkter Nähe zum Klinikum zur Verfügung steht.

Derzeit steht das Klinikum in Verhandlungen mit verschiedenen Eigentümern und Betreibern, um weitere Parkplätze für Mitarbeiter zu gewinnen.

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