Zur Berichterstattung über den Hochwasserschutz an der Mangfall zwischen Äußerer Münchener Straße und Mangfallstraße sowie dem neuen Quartier „Mangfallau“ in Oberwöhr (Lokalseiten):
Der Hochwasserschutz ist noch immer nicht fertiggestellt. Die geplante Gewässeraufweitung, unmittelbar vor dem im Bau befindlichen neuen Stadtteil „Mangfallau“, lässt weiter auf sich warten. Stattdessen wird an dieser Stelle Aushub beziehungsweise Kies gelagert.
Flussabwärts, beim Zulauf des Auerbachs, wächst die Kiesbank inzwischen zu einer riesigen Insel heran und schränkt den Abfluss der Mangfall ein. Biber nagen selbst große Bäume um, und während die Bayerischen Staatsforsten zur Bekämpfung des Eschentriebsterbens auch gleich noch eine opulente „Holzernte“ eingebracht und an unsere österreichischen Nachbarn verscherbelt haben, ist der ehemals wunderschöne Auenwald zu einem einzigen Saustall verkommen. Herumliegende Bäume und Äste allerorten, ein einziges Gemetzel.
Nach dem schrecklichen Hochwasser im Jahr 2013 hat uns die damalige Oberbürgermeisterin bei einer Bürgerversammlung in der „Turner Alm“ versichert: Zitat: „Ich verspreche Ihnen, diese Fläche wird nie bebaut werden.“
Unübersehbar ist, dass inzwischen der erste Bauabschnitt fast abgeschlossen ist. Sogar der Schwaiger Augraben wurde deshalb umgeleitet, nun mündet er nicht mehr direkt in die Mangfall, sondern wurde mittels einer großen Rohrleitung unter dem Sportplatz hindurch in den kleinen Auenwald am Turnerweg umgeleitet. Dorthin wurde auch das Bauwasser eingeleitet.
Nun soll also auch noch der intakte Turnersteg abgerissen werden. Die neu erstellte Zufahrtsstraße – die Mangfallau-Straße – und die dazu notwendige Auffahrt zum neuen Steg werden das neue Quartier weiter gegen Wasser absichern und es nach Oberwöhr herüberleiten. Bei uns steigt der Grundwasserspiegel, feuchte und überschwemmte Keller sind die Folge. Gegen eintretendes Grundwasser kann man sich übrigens nicht versichern …
Evelyn Breitkopf
Rosenheim