Rosenheim – Das Bild vom verrauschten Kurzwellenfunk gehört der Vergangenheit an. Die Rosenheimer Funkexperten setzen aktuell auf FreeDV, ein digitales Verfahren, das Stimmen in winzige Datenpakete zerlegt.
Der Vorteil für Laien erklärt: Wie beim Wechsel von der Schallplatte zur CD bleibt die Sprache bis zur Reichweitengrenze glasklar. Dank moderner Algorithmen gelingen so weltweite Verbindungen mit minimalem Energieaufwand – selbst wenn herkömmliche Verfahren versagen.
Die Experimentierfreude hat in Rosenheim System. Seit nunmehr 91 Jahren besteht die Ortsgruppe C14 (Charly 14) des Deutschen Amateur-Radio-Clubs. Was nach dem Krieg mit handgebauten Röhrengeräten begann, hat sich zu einem High-Tech-Hobby entwickelt. Die Mitglieder betreiben heute eigene Relaisstationen auf den Alpengipfeln und kooperieren mit Bildungseinrichtungen wie der TH Rosenheim. Dabei geht es um mehr als nur Reden: Amateurfunk bedeutet heute Informatik, Satellitentechnik und Krisensicherheit. Wer ohne Internet und Telefonnetz eine Verbindung nach Übersee oder zur Raumstation ISS aufbauen möchte, findet bei den Rosenheimer Funkern die passende Unterstützung und Ausbildung. Weitere Informationen zu Technik und Treffen gibt es online unter www.charly14.de. Als größter Verband von Funkamateuren in Deutschland hat der DARC rund 30.000 Mitglieder. Damit ist über die Hälfte der deutschen Funkamateure im Verein organisiert. Der DARC vertritt die Interessen der Funkamateure bundesweit und engagiert sich bei der Förderung des Amateurfunks auf allen Ebenen – auch international als Mitglied der International Amateur Radio Union (IARU). Informationen zum DARC finden Interessierte auch im Internet unter www.darc.de.