936 Einsätze – 119 Menschen in Notlagen geholfen

von Redaktion

Die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim legt bei ihrer Mitgliederversammlung eine beeindruckende Bilanz für das vergangene Jahr vor. 27.509 Arbeitsstunden im Ehrenamt leisteten die Floriansjünger 2025.

Rosenheim – 936 Einsätze im vergangenen Jahr, 119 Menschen, denen in Notlagen geholfen werden konnte, 27.509 Arbeitsstunden im Ehrenamt – es ist eine beeindruckende Bilanz, die Hans Meyrl kürzlich vorlegen konnte.

Der Kommandant und Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim berichtete bei der 166. Mitgliederversammlung in der Hauptfeuerwache, dass auch im Jahr 2025 die meisten Alarme für Technische Hilfeleistungen eingingen (365). Die 178 aktiven Einsatzkräfte der Rosenheimer Feuerwehr mussten aber auch zu 150 Bränden ausrücken – darunter elf Großbrände.

Unsachgemäß entsorgte
Batterien bereiten Probleme

Auffällig sei, so Meyrl, die Zahl von 66 Kleinbränden, etwa von Containern, die teils auch durch Brandstiftung und Unachtsamkeit verursacht wurden. Eine deutliche Zunahme gab es im vergangenen Jahr bei Bränden von akkubetriebenen Geräten, wobei laut Meyrl weniger die Akkus von Fahrzeugen oder stationären Anlagen eine Rolle spielten. „Uns bereiten vor allem Akkus von minderer Qualität und unsachgemäß entsorgte Batterien Probleme“, erklärte der Kommandant. Die Versammlung hatte ungewöhnlichen Besuch, denn ein Fernsehteam drehte Aufnahmen für ein Porträt über Abuzar Erdogan, den künftigen Oberbürgermeister von Rosenheim. Erdogan war einer der Ehrengäste, auch zahlreiche Stadträte zeigten ihre Verbundenheit mit der Rosenheimer Feuerwehr. Unter den Gästen waren zudem Kreisbrandrat Richard Schrank, Vertreter der anderen Rosenheimer Feuerwehren, der Patenfeuerwehren Schloßberg und Kolbermoor, des THW, von Landes- und Bundespolizei sowie der Hilfsorganisationen.

Kontinuität an der
Spitze der Feuerwehr

Wegen des umfangreichen Wahlablaufs waren die Wahlen für die Kommandanten und den Vorstand schon im Januar bei einer internen Veranstaltung abgehalten worden. Dabei wurden Hans Meyrl und Mario Zimmermann als Kommandanten und Vereinsvorsitzende bestätigt. Sie stehen für weitere sechs Jahre an der Spitze der Rosenheimer Feuerwehr. Schriftführer Andreas Ziehut hatte nach neun Jahren im Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidiert. In seinem letzten Bericht verwies er auf viele erfolgreiche Veranstaltungen des Vereins im vergangenen Jahr, vom Fischessen am Floriansee über das öffentliche Wein- und Sommerfest bis zum Tag der offenen Tür in der Hauptfeuerwache mit hunderten von Besuchern. Zum Nachfolger von Ziehut wurde Georg Kagerer gewählt. Auch Kassier Philipp Franke hört nach neun Jahren aus beruflichen Gründen auf. Er berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt, freute sich über zahlreiche Spenden und sagte allen Spendern und Gönnern ein herzliches Vergelt’s Gott. Zum Nachfolger wurde Josef Maier gewählt.

In seinem Grußwort verwies Kreisbrandrat Richard Schrank auf die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren in Stadt und Landkreis Rosenheim. Das habe sich erst kürzlich wieder bei zwei fast zeitgleichen Bränden in Flintsbach und Raubling gezeigt, betonte Schrank. Da die Feuerwehr Raubling mit ihrer Drehleiter in Flintsbach im Einsatz war, hatte die Rosenheimer Feuerwehr mit einer Drehleiter in Raubling ausgeholfen.

Schrank verwies darauf, dass die insgesamt schwierige Weltlage auch Auswirkungen auf die Arbeit von Polizei, Feuerwehren oder Rettungsdiensten habe, die sich auf neue Herausforderungen einstellen müssten. Er bedankte sich für die reibungslose Zusammenarbeit mit der Rosenheimer Feuerwehr und wünschte allen Einsatzkräften: „Bleibts gesund.“ Stadtbrandrat Hans Meyrl konnte von einem erfreulichen Zuwachs an Einsatzkräften der sechs Rosenheimer Feuerwehren Aising, Aisingerwies, Happing, Pang, Rosenheim und Westerndorf St. Peter berichten. 529 Aktive – neun mehr als im Vorjahr – sind 2025 zu insgesamt 1.267 Einsätzen ausgerückt.

„Bei Einsatz und Übung
gibt es keine Bruchstellen“

„Die Feuerwehren unserer Stadt Rosenheim sind gut besetzt, wir wirken gut zusammen. Bei Einsatz und Übung gibt es keine Bruchstellen“, so das Fazit von Hans Meyrl.

Für eine Reihe von Beförderungen und Neuaufnahmen in den Feuerwehrverein übergaben die Vorsitzenden Hans Meyrl und Mario Zimmermann die Urkunden. Josef Maier wurde zum Brandmeister befördert, Helmut Hundseder zum Oberlöschmeister. Hauptfeuerwehrmänner sind jetzt André Fischer, Leonhard Hermansdorf und Pascal Schnebelen. Oberfeuerwehrmänner sind Georg Bacher, Tim Hartmann, Sebastian Lang, Luca Lombardo, Tobias Pfaffe und Florian Warter.

Feuerwehrfrauen und -männer dürfen sich Melanie Günther, Valentin Hopf, Fynn Köhler, Hanna Schildbach und Simon Unkauf nennen. Neu in den Feuerwehrverein aufgenommen wurden Max Belitz, Philomena Czermak, Natalie Daronnat, Lara Dietrich, Julian Kück, Jastin Seewald, Annemarie Behrendt, Julian Fischer, Andreas Huber junior und Luca Lombardo.

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