Neue Ruheoase am Friedhof

von Redaktion

Großzügige Spende von Eleonore Dambach-Trapp ermöglicht Trinkwasserbrunnen

Rosenheim – Die Sonne strahlt an diesem Tag mit Eleonore Dambach-Trapp um die Wette. Die Rosenheimerin stellt sich stolz neben den Trinkwasserbrunnen, der am Rosenheimer Friedhof eingeweiht werden soll. Zu diesem hat Dambach-Trapp eine ganz besondere Verbindung: Ihre Spende ermöglichte den Bau des Brunnens. Zahlreiche Ehrengäste haben sich rund um die Rosenheimerin versammelt, um der Einweihungsrede der ehemaligen Stadträtin zu lauschen.

Spende anlässlich des
runden Geburtstags

Sie begrüßt Oberbürgermeister Andreas März, Alt-OB Gabriele Bauer sowie Repräsentanten des Seniorenbeirats und der Stadtverwaltung. Ihr Blick schweift über den Brunnen, der fast so groß ist wie sie selbst. Für die „erhabene Form des Trinkwasserbrunnens aus Granit, dieses ewigen Steins in zeitlos schöner Ausfertigung“ dankt Dambach-Trapp Peter Franke, dem Seniorchef von Franke Naturstein aus Rott. Auf einer goldenen Plakette an der Seite des Brunnens ist ihr Name verewigt.

Die ehemalige Stadt- und Bezirksrätin hatte kürzlich einen „sehr runden Geburtstag“ gefeiert. Aus Dankbarkeit für ihr langes Leben im Kreise von Familie und Freunden will sie jetzt mit dem neuen Trinkwasserbrunnen allen Menschen in Rosenheim und darüber hinaus ein Geschenk machen.

Für ihr vielfältiges soziales Engagement wurde die Rosenheimerin schon mehrfach geehrt. Ob im Förderverein der Stadtbibliothek oder durch ihre Initiative im „Wohnheim für Menschen mit Handicap“: Ihr Einsatz für Mitbürger wurde gar mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet. Doch die Jubilarin hat sich noch nicht zur Ruhe gesetzt und sucht weiter Wege, Gutes zu tun. Als sie die Möglichkeit erhielt, für den Trinkwasserbrunnen zu spenden, war sie sofort begeistert: „Das passt!“

Hinter dem Brunnen wurden auch ein paar junge Bäume gepflanzt. Die mehrstämmigen Amberbäume sind „stadtklimafest und trockenheitsverträglich“, erklärt der Leiter des Umwelt- und Grünflächenamts, Ralf Seeburger. Die Neupflanzung ist ein Versuch, auf die zunehmenden Hitzesommer zu reagieren – somit sollen sowohl der neue Brunnen als auch die Bäume zur Abkühlung auf dem Friedhof beitragen. Denn die steigenden Temperaturen im Sommer stellen besonders für Ältere eine Belastung dar.

Bereits 20
Exemplare

Daher schlug der Seniorenbeirat 2024 vor, einen weiteren Trinkwasserbrunnen zu installieren. In der Stadt gibt es bereits 20 Exemplare. Obwohl Stadtrat und Oberbürgermeister hinter der Idee standen, war die Finanzierung unsicher. Die großzügige Spende von Eleonore Dambach-Trapp machte es schließlich möglich. Andreas März freute sich über die Erneuerung und bedankte sich bei der Spenderin. Er sei stets offen für neue Trinkwasserbrunnen, wenn dies von Bürgern angeregt werde.

Den Friedhof sieht Eleonore Dambach-Trapp als Ort der Nachdenklichkeit und Besinnung. Nicht nur Menschen, sondern auch Vögel suchten hier Rückzug. Wenn demnächst noch Bänke hinzukommen und der Brunnen in Betrieb geht, ist die Ruheoase komplett. Die Spenderin freut sich, wenn Besucher am Friedhof künftig „etwas zum Ausruhen“ haben. Antonia Braun

Artikel 4 von 10