Rosenheim – Die „English Drama Group“ der FOSBOS Rosenheim präsentierte unter der Leitung von Iris Bentz ihre zwölfte Aufführung vor ausverkaufter Aula. Eine Besonderheit in diesem Jahr war die Premiere des Originalstücks „McKinley and his Henchmen“, das der ehemalige Schüler Stefan Hosters 2019 während seiner Schulzeit verfasst hatte. Das Werk hätte bereits 2020 als „krönender Abschluss“ von Hosters‘ Schulkarriere aufgeführt werden sollen, was die Pandemie jedoch verhinderte. Sechs Jahre später saß der Autor nun selbst im Publikum und war sichtlich bewegt, wie die 34 beteiligten Schülerinnen und Schüler sein Stück zum Leben erweckten. Er dankte ihnen mit einem riesigen Applaus.
Die Produktion, an der Schüler aus allen Jahrgangsstufen beteiligt waren, wurde in der Freizeit erarbeitet. Um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen, wurden die Rollen doppelt besetzt. Der Eintritt war frei, Spenden gingen an den Förderverein der Schule.
In einem Begleittext erläutert Hosters die Entstehung des Stücks. Inspiriert von Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ kam ihm die Grundidee auf dem Heimweg von der Schule. Mit Unterstützung von Freunden und Iris Bentz wurde der deutsche Entwurf in eine aufführungsreife englische Version umgewandelt. Die Handlung spielt Ende des 19. Jahrhunderts im abgelegenen Gasthof der Familie McKinley. Während Patriarch William mit den Männern des Hauses heimlich Postkutschen überfällt, um die Finanzen aufzubessern, müssen seine Frau Kathrin und Tochter Caroline sich um zwei mysteriöse Gäste kümmern. Nach einem missglückten Überfall beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem jeder ein Geheimnis zu verbergen hat.