Spielmannszug Rosenheim eine feste Instanz im Musikleben der Stadt

von Redaktion

Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2025 – Heuer warten auf die Mitglieder wieder viele Termine im In- und Ausland

Rosenheim – Der Spielmannszug Rosenheim blickte bei seiner Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr 2025 zurück und hat zugleich die Weichen für das kommende Vereinsjahr 2026 gestellt. Im Mittelpunkt stehen 2026 ein neues musikalisches Repertoire sowie ein geplantes Konzert zum Jahresende.

In ihren Berichten ließ die Vorstandschaft das 70-jährige Vereinsjubiläum Revue passieren, das mit zahlreichen Höhepunkten gefeiert wurde. Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März würdigte in seinem Grußwort insbesondere das Engagement des Vereins in der Nachwuchsförderung sowie seine Bedeutung für die musikalische Repräsentation der Stadt. Im Anschluss wurde das Jubiläum gemeinsam mit zahlreichen ehemaligen Mitgliedern und befreundeten Vereinen im Franz am Wiesntor gefeiert. Dabei wurde Gründungsmitglied Theo Czerny für seine Verdienste besonders geehrt.

Die beiden Vorsitzenden Andreas Gehrig und Sabine Bodner berichteten zudem über zentrale Themen des Vereinsjahres. Neben den Auftritten und der Organisation der Jubiläumsveranstaltungen standen insbesondere die Anschaffung neuer Musikinstrumente – etwa kleiner Basstrommeln für Anfänger –, die Pflege von Kontakten zu öffentlichen Stellen und befreundeten Vereinen sowie die Nachwuchsgewinnung im Fokus. Auch steigende Kosten in vielen Bereichen wurden thematisiert. Dennoch, so Schatzmeisterin Stefanie Zöllner, stehe der Verein finanziell weiterhin auf soliden Beinen.

Die musikalische Leitung mit Manuela Geberl und Selina Rupp hob das hohe musikalische Niveau des Ensembles hervor und stellte das neue Repertoire für 2026 vor. Zudem kündigten sie ein weiteres Konzert im November oder Dezember 2026 an. Der große Erfolg des Jubiläumskonzerts habe den Verein bestärkt, auch künftig eigene Konzerte auszurichten – dann in einem noch größeren Rahmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung junger Musiker. Derzeit werden zwölf Kinder in vier Gruppen unterrichtet: zwei Flötengruppen, eine Schlagwerkgruppe sowie eine Fanfarengruppe, die jeweils wöchentlich proben. Ziel für 2026 ist der Aufbau eines Kinder- und Jugendorchesters, um frühzeitig das Zusammenspiel in größerer Besetzung zu fördern. Bereits jetzt werden Nachwuchskräfte in einzelne Stücke des Hauptorchesters integriert und nehmen an regionalen Auftritten wie dem Herbstfesteinzug teil. Im Rahmen der Versammlung wurde zudem eine Anpassung des Mitgliedsbeitrags für Anfänger beschlossen. Hintergrund sind unter anderem die Kosten für eine neue Tracht in Höhe von rund 500 Euro sowie die Bereitstellung von Übungsmaterialien, Leihinstrumenten und kostenfreiem Unterricht durch den Verein. Die Erhöhung des Jahresbeitrags von 55 auf 95 Euro wurde von der Versammlung mit großer Mehrheit befürwortet.

Für 2026 sind zahlreiche gemeinsame Aktivitäten geplant: So findet im Juni 2026 ein Freizeitwochenende am Jugendfreizeitgelände am Happingerausee mit allen Mitgliedern statt. Traditionell beteiligt sich der Spielmannszug am Brauchtumstag in Rosenheim, fährt Anfang Juli 2026 zum Altstadtfest nach Bad Windsheim und unterstützt dort den befreundeten Spielmanns- und Fanfarenzug. Ein weiterer Höhepunkt wird die erneute Einladung zum Traubenfest in Meran Mitte Oktober 2026 sein. Seit 1955 hat es sich der Spielmannszug Rosenheim zum Ziel gesetzt, die Jahrhunderte alte Tradition der Spielmannsmusik zu pflegen und weiterzuentwickeln. Man freut sich über neue Mitglieder. Ein unverbindlicher Besuch in der Gesamtprobe am Freitagabend oder eine Meldung an vorstand@spielmannszug-rosenheim.de ist jederzeit möglich.

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