Rosenheim – Wie gestaltete sich der Kunstbetrieb in Rosenheim und der Region während der Zeit des Nationalsozialismus? Wer bestimmte, welche Werke produziert, ausgestellt und schließlich verkauft wurden? Und welche Rolle spielten die Künstler selbst innerhalb dieses Systems? Diesen und weiteren Fragen widmet sich ein Buchgespräch mit Dr. Felix Steffan am Donnerstag, 30. April, 18.30 Uhr, in der Städtischen Galerie. Der Kulturförderpreisträger der Stadt Rosenheim wird wesentliche Erkenntnisse aus seiner Publikation „Die Peripherie als Zentrum: Der Kunstbetrieb in Rosenheim und dem Chiemgau 1904 – 1968“ im Gespräch mit Dr. Christian Höschler (Stadtarchiv Rosenheim) und Dr. Patricia Wiegmann (Städtische Galerie Rosenheim) vorstellen. „Dr. Felix Steffans Forschungsergebnisse zeigen, dass ein dichtes Netzwerk aus politischen Funktionsträgern, Kunstschaffenden, Händlern und Institutionen den Kunstbetrieb in Rosenheim und dem Chiemgau zu dieser Zeit prägte. Um langfristige Brüche und Kontinuitäten sichtbar zu machen, richtet sich sein Blick dabei bewusst auch auf die Zeit vor der nationalsozialistischen Machtübernahme sowie die ersten Jahrzehnte nach 1945“, so Stadtarchivar Dr. Christian Höschler.