„Wie eine große Familie“

von Redaktion

Buchmesse Rosenheim knackt Besucherrekord – Änderungen für nächstes Jahr angekündigt

Rosenheim – Einen neuen Besucherrekord erzielte die Buchmesse Rosenheim am vergangenen Wochenende: Rund 800 Lesebegeisterte kamen, um regionale und überregionale Autoren kennenzulernen, sich deren Lesungen anzuhören und neue Fundstücke für ihr Bücherregal mitzunehmen. Ob im Hauptsaal oder in der Fantasy-Ausstellung: Es war fast immer etwas los und an den Ständen wurde geratscht, verkauft und signiert.

„Kultur lebt vom Dialog, von Kooperationen und vom Engagement vieler Einzelner“, sagte Kulturreferent Wolfgang Hauck in seinen Grußworten und beschrieb die Buchmesse Rosenheim nicht nur als einen „Ort der Begegnung zwischen Schreibenden und Lesenden“, sondern auch als Raum für Vernetzung und Präsentation. „Initiativen wie diese Buchmesse zeigen, wie stark kulturelles Leben wird, wenn Verantwortung übernommen und gemeinschaftlich gehandelt wird.“ „Mit viel Engagement ist hier erneut ein Literaturwochenende entstanden, das weit über Rosenheim hinausstrahlt“, betonte stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Leicht als Vertreterin der Stadt Rosenheim. „Gerade in einer Zeit, die von Tempo und digitalen Eindrücken geprägt ist, kann das Buch ein Ort der Ruhe, der Fantasie und des Nachdenkens sein. Lesen schenkt uns Zeit – und öffnet neue Perspektiven.“

Und gelesen wurde viel an diesem Wochenende. Allein schon in den zahlreichen gut besuchten Lesungen der Aussteller sowie der Schirmherrin Lotte Römer, die während der Buchmesse in den Austausch mit den Autoren und Besuchern ging. Auch viele Familien haben den Weg in den Gasthof Höhensteiger gefunden: Etwa 80 Kinder haben an der Bücherrallye teilgenommen und beim Kinderbasteln mit Anne Mayer sind fast 30 Kunstwerke aus Büchern entstanden.

Über das gesamte Wochenende gab es zahlreiche Gespräche zwischen Autoren und Lesenden, aber auch unter den Ausstellern selbst. „Es fühlt sich an wie eine große Familie“, zeigten sich diese begeistert von der „gemütlichsten Buchmesse Deutschlands“. Zahlreiche Autoren kündigten bereits an, sich für das kommende Jahr erneut anzumelden.

Und genau an dieser Stelle wird es bei der nächsten Buchmesse Rosenheim eine Veränderung geben: Nicht nur die Besucherzahl ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Auch gab es so viele Anmeldungen, dass die Tische bereits nach wenigen Tagen ausgebucht waren. Und noch bis kurz vor dem Messewochenende gingen Anfragen von Interessenten ein, die im kommenden Jahr ihre Bücher präsentieren wollen. Deshalb ist für die Organisatorinnen Kerstin Groeper, Monika Nebl und Johanna Willnhammer klar: „Wir werden uns im nächsten Jahr nochmal vergrößern.“

Die Kapazitäten des Gasthofs Höhensteiger seien allerdings ausgeschöpft. Neben dem Hauptsaal hatte man die Ausstellung bereits auf das Nebengebäude mit einem eigenen Fantasy-Saal ausgeweitet – aber mehr gehe nicht. Deshalb zieht die Buchmesse Rosenheim um. Im kommenden Jahr findet das Wochenende rund ums Buch am Samstag, 17., und Sonntag, 18. April, in der Auerbräu-Festhalle auf der Loretowiese statt.

Die Verschnaufpause für das Organisations-Team nach dem erfolgreichen Messewochenende ist nur kurz. Die ersten To-dos für das kommende Jahr stehen bereits auf der Liste. Und auch wenn es noch ein Jahr dauert, blicken die Organisatorinnen schon jetzt vorfreudig auf die vierte Buchmesse Rosenheim.

jof

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