Rosenheim – Was passiert, wenn man morgens aufwacht und plötzlich nichts mehr ist, wie es war? Mit genau dieser verstörenden Ausgangsfrage nähert sich das Junge Theater Rosenheim (JTR) einem der berühmtesten Texte der Literaturgeschichte: „Die Verwandlung“ von Franz Kafka. Unter dem Titel „Meine Verwandlung“ entwickelt das Ensemble eine eigene Inszenierung für Zuschauer ab 14 Jahren – intensiv, körperlich und nah an den Erfahrungen junger Menschen.
Im Zentrum stehen Fragen nach Identität, Selbstwahrnehmung und persönlicher Entwicklung. Die Geschichte bleibt dabei so verstörend wie aktuell: Gregor Samsa erwacht eines Morgens – verwandelt in ein „ungeheures Ungeziefer“.
Doch das Junge Theater interessiert weniger das Äußere als das Innere dieser Verwandlung. Was bedeutet es, sich im eigenen Körper fremd zu fühlen? Warum scheint plötzlich niemand mehr zu verstehen, was in einem vorgeht?
Mit tänzerischen und performativen Elementen übersetzt die Inszenierung Kafkas Stoff in eine moderne Bildsprache. Sie erzählt von der Wucht der Pubertät, von einem Lebensabschnitt, in dem sich alles verschiebt. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die Fragen stellt, ohne einfache Antworten zu geben – und bei der am Ende offenbleibt, ob Gregor seinen Platz in der Welt neu bestimmen kann. Die Premiere ist am Donnerstag, 30. April, um 19.30 Uhr in der Theaterinsel Rosenheim. Die weiteren Spieltermine sind Samstag, 2. Mai, 19.30 Uhr, Sonntag, 3. Mai, 17 Uhr, Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr, und Samstag, 9. Mai, 19.30 Uhr.sug