Neuen Verein im Eiltempo aus der Taufe gehoben

von Redaktion

„778 Aising“ geht an den Start, um Feierlichkeiten für Doppeljubiläum des Stadtteils im Jahr 2028 zu organisieren

Rosenheim/Aising – Der Rosenheimer Stadtteil Aising hat eine Vielzahl von Vereinen, die das öffentliche Leben prägen. Seit wenigen Tagen gibt es nun mit dem Verein „778 Aising“ einen Neuzugang, der nach nicht einmal 60 Minuten aus der Taufe gehoben wurde.

Was hinter dem Verein „778 Aising“ steckt, erläuterte Alois Obermüller bei der Gründungsveranstaltung, die kürzlich im Gasthof „Erdinger Weißbräu“ stattfand: Im Jahr 778 sei Aising erstmals urkundlich erwähnt worden, im Jahr 2028 werde der Stadtteil demnach 1.250 Jahre alt. Man sei deshalb der Meinung, dass dieses Ereignis gebührend gefeiert werden müsse. Dabei gehe es um ein Doppeljubiläum: „1.250 Jahre Aising und 50 Jahre Eingemeindung des Stadtteils in die Stadt Rosenheim“, so Obermüller. Ein eigener Verein ist ihm zufolge dabei aus rechtlichen Gründen notwendig, da die Satzungen der bestehenden Ortsvereine es nicht zuließen, dass ein Verein eine derart große kulturelle Veranstaltung alleine durchführe. Es brauche einen gemeinnützigen Verein, der ausschließlich für diesen Zweck zur Verfügung steht. Bereits bei Oberbürgermeister Andreas März sei ein Zuschussantrag für das Jubiläum gestellt worden, der sich derzeit in Bearbeitung befinde. Obermüller wies jedoch darauf hin, dass dieser Antrag erneut gestellt werden müsse. Die Stadt Rosenheim zeige sich kooperativ. Auch die Freiwillige Feuerwehr Aising habe bereits Interesse bekundet: Sie wolle ihr 140-jähriges Jubiläum in die Veranstaltung integrieren.

Obermüller erklärte, dass es nun an den Anwesenden liege, sich bereit zu erklären, das Jubiläum durchzuführen und auch Vorstandsaufgaben zu übernehmen. Es solle auch ein Festausschuss installiert werden.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde erklärten sich viele der Anwesenden bereit, bei den Veranstaltungen mitzuhelfen. Bei der Vorstandswahl übten sich die Anwesenden jedoch zunächst in Zurückhaltung. Obermüller definierte in diesem Zusammenhang nochmals das Aufgabengebiet, das die Vorstandschaft unter anderem zu erledigen hätte, wie beispielsweise die Eintragung ins Vereinsregister oder auch notarielle Gänge.

Schließlich fanden sich alle vier Positionen besetzt: Dennis Wanninger stellte sich als Kassier zur Verfügung, Sabine Bodner erklärte sich bereit, den Posten der Schriftführerin zu übernehmen, Martina Auer übernahm das Amt der Zweiten Vorsitzenden – und Alois Obermüller selbst, der die Veranstaltung bis dahin als Moderator geleitet hatte, erklärte sich bereit, den neuen Verein als Vorsitzender anzuführen. Alle vier Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Nach nicht einmal 60 Minuten war Aising um einen Verein reicher. Gerhard Erlich

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