Zum Artikel „Kritik an Betonwüste: Stadt prüft Begrünung des Bahnhofsvorplatzes“:
Der Begriff „Betonwüste“ ist völlig übertrieben. Mit einem Begriff kann etwas eigentlich positives, sofort schlecht geredet werden. Wir haben im Gegensatz zu früher, jetzt einen Bahnhofsvorplatz, der autofrei ist, der viele Sitzgelegenheiten bietet, der ein Wasserspiel hat und der Menschen einen freien Weg vom Bahnhof in die Bahnhofstraße und umgekehrt ermöglicht.
Vorher hatten wir Parkplätze mit Verkehrschaos, einen alten Bunker, der nur notdürftig mit Eisenbahnschwellen verschlossen war (über 50 Jahre!) und keine Barrierefreiheit.
Am Rande des Vorplatzes steht jetzt ein Fahrradparkhaus mit mehr als 600 Stellplätzen. Jetzt muss es die Stadt nur noch schaffen, alle alten und falsch abgestellten Fahrräder kontinuierlich zu entfernen, damit im Parkhaus genug Platz und der Vorplatz nicht unnötig verstellt ist.
Diesen offenen und übersichtlichen Platz jetzt nachträglich mit riesigen Pflanzkübeln zuzustellen, lässt der Architekt hoffentlich nicht zu. Er hat sich bei seinem Konzept etwas gedacht, das über Jahrzehnte ansprechend wirken soll. Hier sollte auch die Stadt Weitsicht beweisen und sich nicht von grünen Kritikern etwas vorschreiben lassen.
Auch das OVB trägt zur Meinungsmache mit solchen Artikeln bei. Das veröffentlichte Bild zeigte nur den Mittelteil, nicht aber die beiden Seitenbereiche, an denen viele Bäume, Rabatten und Bänke stehen.
Bernd Vierthaler
Rosenheim