Spaß an der eigenen Verantwortung

von Redaktion

Rosenheimer Schüler nehmen am Jugendparlament „YPAC“ in Chamonix teil

Rosenheim – Teilnehmer des Jugendparlaments zur Alpenkonvention (YPAC) arbeiten an Themen zur Nachhaltigkeit und Bekämpfung der Folgen des Klimawandels im Alpenraum. Zu der einwöchigen, internationalen Tagung in Chamonix kamen etwa 70 Jugendliche aller zehn teilnehmenden Schulen aus dem Alpenraum zusammen. Die Delegation des Karolinen-Gymnasiums bildeten insgesamt sieben Schüler.

Jedes Jahr treffen sich die Delegationen, um Probleme des Alpenraums zu analysieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Dieses Jahr stand eine klimafreundliche und zukunftsfähige Entwicklung der Alpen im Mittelpunkt der Tagung.

Resolutionen für
eine bessere Zukunft

Eine neue „Media Group“ dokumentierte die Woche, um eine größere Öffentlichkeit der Arbeit zu ermöglichen. Nach zwei Tagen intensiver Arbeit in den Ausschüssen wurden die sogenannten „Postulations“ ausgearbeitet. Diese wurden anschließend in der „General Assembly“ vorgestellt, diskutiert und dabei kritisch reflektiert. Am Ende der Sitzung wurden fünf der Vorschläge ausgewählt und in die gemeinsame Resolution aufgenommen. Diese wird im Anschluss in allen Mitgliedstaaten an lokale Politiker und die Öffentlichkeit weitergetragen.

Zu den gewählten Postulations zählen unter anderem „Dam good solar“, das die Nutzung von Staudämmen zur Solarenergiegewinnung vorsieht, sowie „Watt’s in the water“, bei dem Strom durch kleine Turbinen in bestehenden Wasserleitungen erzeugt werden soll.

Auch im Bildungsbereich erarbeiteten die Ausschüsse Ideen: „Graduate with impact“ fordert ein verpflichtendes Klimaprojekt für Schüler. Mit „Module nature“ soll zudem eine Umweltschulung als fester Bestandteil der Ausbildung von Bergführern und Trainern eingeführt werden.

Die Postulation „New Land, New Life – Let Nature Thrive“ setzt sich dafür ein, die durch abschmelzende Gletscher neu entstehenden Ökosysteme als Schutzgebiete auszuweisen.

Neben der politischen Arbeit spielte auch der internationale Austausch eine große Rolle. Gemeinsame Aktivitäten, darunter ein Besuch des Gletscherzusammenflusses „Mer de Glace“, machten die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort sichtbar.

Ziel des YPAC ist es, junge Menschen für Politik zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass ihre Ideen Gewicht haben können. Gleichzeitig wird deutlich, wie engagiert sich viele Jugendliche mit Zukunftsfragen auseinandersetzen. Initiativen wie YPAC sollten daher weiterhin gezielt gefördert werden, da sie nicht nur politisches Interesse frühzeitig stärken, sondern auch Kompetenzen wie kritisches Denken, internationale Zusammenarbeit und Verantwortungsbewusstsein vermitteln.

Für die Rosenheimer Delegation war die Teilnahme nicht nur eine intensive politische Erfahrung, sondern auch eine Gelegenheit, neue Perspektiven kennenzulernen und internationale Freundschaften zu knüpfen. Auf ypac.eu finden sich die Resolution 2026 sowie weitere Informationen zu diesem Projekt.

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