Tragischer Radlunfall

Nach Sturz in der Arnulfstraße: Trauer um Fußballer Grujo Ilic

von Redaktion

Rosenheim – Die Unglücksstelle ist kaum zu übersehen. Auf der Fahrbahn befinden sich noch die gelben Markierungen der Polizei, nur wenige Meter weiter erinnern Freunde, Bekannte und Angehörige mit Blumen, Kerzen und handgeschriebenen Briefen an den Verstorbenen. Am Sonntag war Grujo Ilic gegen 2 Uhr in der Arnulfstraße mit dem Fahrrad unterwegs.

Er stürzte, verletzte sich schwer. Passanten informierten die Polizei. Zwei Tage später die traurige Gewissheit: Der 47-Jährige hat es nicht geschafft. Noch im Krankenhaus erlag er seinen schweren Verletzungen.

„Einen Menschen wie den Grujo kann man sich eigentlich nur wünschen“, sagt Stipan Klaric. Er ist der langjährige Vorsitzende des Vereins „Croatia Rosenheim“. In dem Verein war auch Grujo Ilic Mitglied. Erst als aktiver Fußballer, später als Teil der Vorstandschaft. Und das als gebürtiger Serbe. „Dabei weiß jeder, dass sich Kroaten und Serben nicht unbedingt gut verstehen“, sagt Klaric. Noch gut erinnert er sich an gemeinsame Fußballspiele. Der Grujo sei jemand gewesen, der den Ball nie mit dem Kopf annehmen wollte, aus Angst, er könnte seine Frisur zerstören. Den Spitznamen „Schöner“ habe er deshalb von seinen Teamkollegen bekommen.

Es gibt viele dieser Anekdoten. Die meisten davon bringen Stipan Klaric zum Schmunzeln. Aber sie erinnern ihn auch an den Verlust. An die große Lücke, die Grujo Ilics Tod in sein Leben reißt. In das Leben so vieler. Die Mitglieder des Vereins haben deshalb beschlossen, Grujo Ilics Trikot mit der Nummer 11 seinem Sohn zu übergeben. Als Zeichen der Wertschätzung, aber auch, weil die Nummer 11 für immer die Nummer von Grujo Ilic bleiben soll.

Außerdem will der Verein Spenden sammeln. Auch seine Familie hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

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