Rosenheim – Wer am Wochenende über den Ludwigsplatz spaziert ist, den dürften die dort verteilten bunten Kunstwerke aus Kreide überrascht haben: Es ist das Ergebnis der städteübergreifenden Aktion „Innenstadt Freitag“, die in Rosenheim vom City Management organisiert wird.
Riesigen Regenbogen
mit Kreide gemalt
Im Rahmen des „Innenstadt Freitags“ hat der LGBTQ+-Verein eine Mal-Aktion auf dem Ludwigsplatz organisiert. Viele Passanten halfen begeistert mit, einen riesigen Regenbogen und weitere Kunstwerke aus Kreide auf den Boden zu malen. Die Aktion sollte auf den CSD am Folgetag aufmerksam machen. In neun oberbayerischen Städten sind in diesem Jahr für jeden ersten Freitag im Monat verschiedene Aktionen für mehr Vielfalt in der Innenstadt geplant. Neben weiteren Events wie Livemusik ist vergangenen Freitag vom Rosenheimer LGBTQ+-Verein eine große Mal-Aktion organisiert worden. Der Verein hat dazu aufgefordert, gemeinsam ab 15 Uhr einen großen Regenbogen über den ganzen Ludwigsplatz zu malen.
Dazu fanden sich zahlreiche fleißige Helfer: Vor allem die jüngeren Passanten ließen sich sofort begeistern – und brachten ihre Familien gleich mit. Nach kurzer Zeit füllte sich der Platz mit Menschen aus allen Generationen: Kinder mit ihren Freunden, Eltern und Großeltern verwandelten gemeinsam den Ludwigsplatz in ein buntes Spektakel.
„Eine schöne Sache, dass man gemeinsam kreativ werden kann“, erzählt ein Vater, der mit seinen beiden Töchtern gerade in der Stadt spazieren war. Diese halfen gewissenhaft dabei, den Regenbogen auszumalen. Wie Anna Gmeiner, Vorsitzende des LGBTQ+-Vereins, erklärt, sollte damit auf den CSD aufmerksam gemacht werden, der am Tag darauf stattfand.
Es blieb jedoch nicht bei dem Regenbogen. Auf dem ganzen Platz verteilt entstanden zahlreiche weitere Kunstwerke wie ein großer Strauß Luftballons, Sonnen, Blumen und weitere kleine Regenbögen. Eine Familie malte kurzerhand das Hüpfspiel „Himmel und Hölle“ auf, um es dann gemeinsam zu spielen.
Die Besonderheit: Diese Aktion ist Teil einer Challenge: Die vier Städte Bad Tölz, Holzkirchen, Geretsried und Rosenheim kämpften darum, das größte Straßenkunstwerk aus Kreide auf den Boden ihrer Innenstadt zu malen. Sofie Onnasch