Hochmut – auch nach dem Fall

von Redaktion

Zum Bericht „War mir sicher, dass die Wahl gut ausgeht“ (Lokalseiten):

Die Wahl ist gut ausgegangen, weil die CSU nach 65 Jahren nicht mehr den Oberbürgermeister stellt. Andreas März hatte auf der Bürgerversammlung im Mailkeller gesagt, dass in Rosenheim alles gut sei. Es ist vieles gut, das ist richtig, und das nicht wegen, sondern trotz der CSU. Dennoch gibt es Verbesserungs- und Veränderungspotenzial.

Es braucht dringend ausreichend bezahlbare Kinderbetreuungsplätze, die autogerechte Stadt muss – längst überfällig – zu einer menschengerechten Stadt werden. Wohnhäuser statt Parkhäuser, Ausweitung weiterer Fußgängerzonen, drastische Parkgebührenerhöhung für sogenannte SUV, endlich konsequente Bekämpfung des Wohnungsleerstandes in Form eines Leerstandsmanagements, im Zuge der Nachhaltigkeit, der Unabhängigkeit, des Klimaschutzes, der Vernunft müssen – auch längst überfällig – alle städtischen Liegenschaften mit Solaranlagen ausgestattet werden, zumal auch so gut wie alle Liegenschaften tagsüber, bei hoher Solarernte, genutzt werden.

Die Umsetzung des Radentscheids muss mit Vehemenz angegangen werden, es braucht, bei den vielen Fastfood-Ketten, ein Verbot der Einwegverpackungen – nach dem Beispiel von Tübingen. Und das sind nur einige Beispiele. Die Bürger haben Veränderung gewählt – und nicht ein „Weiter so“. Bleibt zu hoffen, dass der neue Oberbürgermeister und seine SPD-Fraktion zur Besinnung kommen und die angekündigte Kooperation mit der CSU aufbricht, denn mit ihr ist eine Veränderung nicht möglich.

Mit den Grünen als zweitstärkster Fraktion, die eigentlich mit Anna Rutz den dritten OB-Posten verdient hätten, den Neuen von Die Linke und der ÖDP gäbe es die Möglichkeit, Dinge wirklich nachhaltig, zukunftsfähig, sozial und modern zu verändern. Das hat Abu im Wahlkampf versprochen.

Manni Maier

Rosenheim

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