Drei Jahrzehnte Einsatz für Menschen mit Behinderungen

von Redaktion

Jahresversammlung des Fördervereins Inklusion – Rückblick auf Jubiläumsfeier – Personelle Veränderungen im Vorstand

Rosenheim – Zurückblicken, bilanzieren und innovativ nach vorne schauen: Der Förderverein Inklusion Rosenheim unter der Leitung von Sebastian Grießl hat kürzlich auf ein bewegtes Jahr zurückgeblickt.

Ein herausragendes Ereignis im Berichtsjahr war die große Jubiläumsfeier „30 Jahre Förderverein Inklusion Rosenheim und 15 Jahre Maria-Bergmann-Stiftung“ im Dorfstadl Prutting. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Behörden und dem öffentlichen Leben sowie die Vereinsmitglieder erlebten bei der Jubiläumsfeier unter anderem anhand von Filmsequenzen, welche Leistungen Verein und Stiftung in der Vergangenheit erbracht haben und bis in die Gegenwart erbringen.

Vereinsvorsitzender Sebastian Grießl würdigte bei der Gelegenheit die Geschichte des Vereins, der maßgeblich dazu beigetragen habe, das langjährige Leuchtturmprojekt „Betreute Wohnanlage Schießstattstraße“ zu verwirklichen und die Stadt Rosenheim dafür zu gewinnen.

Teilnahme Betroffener am
Leben der Gemeinschaft

Die Teilnahme von Menschen mit Behinderung am Leben der Gemeinschaft spürbar zu unterstützen, gehört zu den vordersten Zielen des Vereins. Die vor 15 Jahren gegründete „Maria-Bergmann-Stiftung“ bezeichnete Grießl als besonderen Meilenstein: „Als wahrer Glücksfall galt vor 15 Jahren dabei die Gründung der zugeordneten ,Maria-Bergmann-Stiftung‘, die dem Engagement des ehemaligen Notars Dr. Sebastian Spiegelberger zu verdanken ist.“ Dr. Spiegelberger hatte bis vor einigen Jahren selbst den Vereinsvorsitz inne, bevor ihn Grießl ablöste.

Die finanziellen Mittel der Stiftung ermöglichten es laut Vereinsangaben, die Versorgung schwerst Pflegebedürftiger auch in der Nacht sicherzustellen und so den Einzug in ein Pflegeheim zu verhindern. Bis ein privater ambulanter Pflegedienst diese gesetzliche Aufgabe professionell übernahm, vergingen fünf Jahre – in dieser Zeit leistete die „Maria-Bergmann-Stiftung“ die nächtliche Absicherung mit ehrenamtlichen Kräften und unter erheblichem finanziellem Einsatz. Die Caritas als langjähriger Betreuungsträger habe für diese Aufgabe nicht gewonnen werden können.

Einzelfallförderungen für
minderjährige Jugendliche

Neben der strukturellen Arbeit ermöglichten die „Maria-Bergmann-Stiftung“ sowie die „Renate-und-Roland-Gruber-Stiftung“ Grießl zufolge auch Einzelfallförderungen. So unterstützten beide Stiftungen mit vierstelligen Summen zwei minderjährige Jugendliche, die ihre alleinerziehende Mutter durch eine Krebserkrankung verloren hatten und deren Beerdigungskosten das gesamte verfügbare Geld aufgezehrt hatten. Darüber hinaus wurden unter anderem Klettergruppen für MS-Kranke gefördert.

Der Kassenbericht des Vereins weist ein ausgeglichenes Ergebnis aus, das auf den Rückhalt beider Stiftungen, Spenden sowie Mitgliedsbeiträge zurückzuführen ist.

Personelle Veränderungen gab es im Vorstand: Professor Burghard Feindor schied als langjähriger Zweiter Vorsitzender aus und machte damit eine Nachwahl erforderlich. Das langjährige Vereinsmitglied Rosalinde Hauthaler erklärte sich bereit, in den Vorstand einzutreten, und wurde einstimmig gewählt. Grießl bedauerte das Ausscheiden seines bisherigen Stellvertreters ausdrücklich: „Die Zusammenarbeit mit ihm war stets vertrauenserfüllt, menschlich, unkompliziert, nicht zuletzt auch durch seine finanzpolitische Kompetenz hatte ich in ihm stets einen äußerst verlässlichen Partner an meiner Seite.“ Professor Feindor werde den Verein künftig aber auch weiterhin unterstützen.

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