Rosenheim – Die Vorfreude steigt. Auch bei Marinus Mundloch. Er ist der Kreisvorsitzende der Jungen Union Rosenheim Stadt und hat sich, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern, für die Fußballweltmeisterschaft etwas ganz Besonderes überlegt. „Wir haben schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt, etwas Größeres zu veranstalten und die Innenstadt zu beleben“, sagt er am Telefon. Ideen wurden vorgestellt und wieder verworfen. Mittlerweile steht das Konzept.
Platz für rund
400 Menschen
Mitten am Ludwigsplatz soll ein Public Viewing stattfinden. Geplant sei es, ein Event für rund 400 Menschen auf die Beine zu stellen. „Wir werden 40 Biergarnituren aufstellen“, sagt Mundloch.
Zudem soll zwischen dem Marktfrauen-Brunnen und der Parfümerie Wiedemann eine sechs Meter große LED-Wand aufgebaut werden. „Wir wollen dafür sorgen, dass wirklich jeder etwas sehen kann“, sagt der Kreisvorsitzende. Das Bier stellt die Flötzinger Brauerei, für die Verpflegung sorgen „Hans im Glück“, die „Essbar“ sowie das „Brzo“. „Die Gastronomen waren alle sofort dabei“, sagt Mundloch. Seit einigen Wochen ist er jetzt damit beschäftigt, das Angebot zu bewerben. Es gibt Gewinnspiele. Zudem habe es eine Kooperation mit dem Instagram-Account „rosenheimer_Gsindl“ gegeben, die mit ihren Posts in den sozialen Medien über 20.000 Menschen erreichen.
„Wir hoffen natürlich sehr, dass zahlreiche Leute kommen. Das wäre schon ein wahnsinniges Spektakel“, sagt Mundloch. Gezeigt werden vorerst nur die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft. Los geht es am Sonntag, 14. Juni, wenn Deutschland um 19 Uhr auf Curaçao trifft. Ab 16 Uhr können sich Fußballbegeisterte bereits am Ludwigsplatz einfinden. „Drei Stunden vor jedem Spiel wird es ein kleines Programm mit Musik geben“, verrät Mundloch.
Die zweite Spielübertragung findet am Samstag, 20. Juni, um 22 Uhr statt, wenn die Deutschen auf die Elfenbeinküste treffen. Spiel drei gegen Ecuador findet am Donnerstag, 25. Juni, statt. Anpfiff ist ebenfalls um 22 Uhr. „Es ist vorstellbar, dass wir auch Spiele über die Gruppenphase hinaus am Ludwigsplatz zeigen“, sagt Mundloch. Das werde sich aber erst später entscheiden und hänge auch davon ab, wie das Angebot angenommen wird. Bei schlechtem Wetter findet das Public Viewing nicht statt.
Die Übertragung der Spiele nach 22 Uhr sei deshalb möglich, da das Bundeskabinett eine spezielle Verordnung beschlossen hat. Diese sieht für die WM 2026 Ausnahmen von den üblichen Lärmschutz-Regeln nach 22 Uhr vor. Kommunen können damit Public-Viewing-Veranstaltungen auch in der Nacht erlauben – müssen aber jeden Einzelfall prüfen und dabei zwischen öffentlichem Interesse und Schutz der Nachtruhe abwägen.
Partien in toller
Atmosphäre genießen
Neben dem Ludwigsplatz können sich Fußballbegeisterte die Spiele auch bei der Freien Turnerschaft anschauen. Auf dem Vereinsgelände wird eine große LED-Leinwand aufgestellt. „Trotz der späteren Anstoßzeiten wollen wir den Rosenheimern die Möglichkeit geben, wieder bei uns die Fußballspiele zusammen in toller Atmosphäre genießen zu können“, heißt es vonseiten der Fußballabteilung, die sich um die Organisation kümmert.
Geplant seien deshalb einige Höhepunkte zum ersten Spiel. So soll es unter anderem ein Ballspeedometer und ein XXL-Fußballdart geben. Derjenige mit dem stärksten Schuss gewinnt ein originales Deutschland-Trikot. Der Eintritt ist frei. Ab 16 Uhr kann hier dem Auftakt entgegengefiebert werden.
Ebenfalls übertragen werden einige Spiele der deutschen Nationalmannschaft im Café „08 Coffee“ an der Eduard-Rüber-Straße in Rosenheim. „Wir zeigen alle Deutschlandspiele mit Anpfiff zwischen 18 und 22 Uhr“, sagt Betreiber Viktor Walther. „Auch die beiden Halbfinale und das Finale kann man bei uns anschauen“, fügt Walther hinzu. Gezeigt werden die Spiele auf zwei Flachbildschirmen auf der Terrasse sowie einem Beamer im klimatisierten Innenraum. Anna Heise