Junge Imker in Gars

von Redaktion

An der Grundschule Gars haben die Schüler im Rahmen ihres Schulgarten-Projekts eigenen Honig geerntet. Unter Anleitung einer Imkerin schleuderten sie 14 Kilogramm Honig aus den Waben. Dieser soll nun auf Spendenbasis, beispielsweise auf dem Bauernmarkt, abgegeben werden.

Gars – Kaum waren die Ferien um, ging es am Nachmittag nach dem Unterricht wieder in den Schulgarten der Grundschule Gars. Zwei größere Aktionen standen auf dem Programm: die Radieschenernte, die überaus zufriedenstellend ausfiel und sogar ein rekordverdächtiges Riesenexemplar hervorbrachte. Noch spektakulärer und vor allem aufwendiger war die zweite Aktion: die Honigernte.

Aus den Waben, die dem Bienenhäuschen im Schulgarten entnommen worden waren, sollte der Honig herausgeschleudert werden. Aus Hygienegründen musste das in der schuleigenen Küche stattfinden – unter Anleitung einer sachkundigen Imkerin und Schülermutter, die seit drei Jahren das Bienenprojekt des Schulgartens betreut.

Zunächst stellten die Schüler professionell fest, ob der Honig überhaupt schon erntereif, sprich trocken genug war. Von einem Holzstäbchen tropfte er nicht mehr herunter und der Blick durch das Honig-Refraktometer lieferte ein eindeutiges Ergebnis: Bei einem Wassergehalt von unter 16 Prozent würde es einen zähflüssigen Honig von sehr guter Qualität geben.

Also legten die Schüler los. Zunächst wurden die Waben mit der Entdeckelungsgabel vorsichtig geöffnet, um nur die Wachsschicht zu entfernen und den Honig freizulegen. Dabei galt es, sich mit dem scharfen Werkzeug nicht zu verletzen. Die geöffneten Waben wanderten dann in die Honigschleuder und jeder durfte einmal an der Kurbel drehen, um die Zentrifuge auf Touren zu bringen.

Der Lohn der Mühen waren erstaunliche 14 Kilogramm selbst erzeugter Honig und das frischeste und leckerste Honigbrot, das man je gegessen hatte. Der übrige Honig soll in 250-Gramm-Gläser abgefüllt, mit einem von den Kindern selbst gestalteten Etikett versehen und auf Spendenbasis abgegeben werden, beispielsweise auf dem Garser Bauernmarkt. Das Interesse der Grundschüler im Alter von sechs bis elf Jahren am Projekt Schulgarten ist weiterhin ungebrochen. Inzwischen sind es 30 Teilnehmer, daher ist oft eine Aufteilung in Gruppen erforderlich, damit sich jeder unmittelbar beteiligen kann. Wurden die Schüler in den Vorjahren noch als „Ackerdemie“ von „Acker
e.V.“ durch einen Coach bei den Pflanzungen begleitet, der auch die Setzlinge und das Saatgut mitbrachte, so gärtnern sie inzwischen weitgehend selbstständig. Digitalen Rat und Unterstützung erhalten sie aber weiterhin über das Internet.

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