Ein lebendiger Ort, der für Wärme steht

von Redaktion

Wo Freude, Gemeinschaft und Zuversicht täglich gelebt werden: Seit 30 Jahren begleitet das „Haus für Kinder Villa Kunterbunt“ der Diakonie Rosenheim Kinder beim Aufwachsen. Das wurde nun groß gefeiert.

Rosenheim – Ein sonniger Samstag, bunte Luftballons, Kinderlachen und ein feierliches Programm: Das „Haus für Kinder Villa Kunterbunt“ an der Oberwöhrstraße 50 in Rosenheim hat am vergangenen Wochenende sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Die erste Kindertagesstätte der Diakonie in der Stadt Rosenheim lud von 11 bis 15 Uhr Familien, Gäste, Wegbegleiter und Kooperationspartner zu einem Fest ein, das Rückblick und Aufbruch zugleich war.

Erdogan will
Familien entlasten

Die Geschichte der Villa Kunterbunt reicht weit zurück. Bereits 1978 wurde unter der Trägerschaft der Diakonie für die Kinder der Bewohner in der Obdachlosensiedlung Ruedorfferau eine Modelleinrichtung namens „Spiel und Lernstube“ errichtet. Viele Stationen wurden durchlaufen, ehe 1993 endlich die heutigen, modernen Räumlichkeiten an der Oberwöhrstraße bezogen wurden.

Einrichtungsleiterin Daniela Weiß eröffnete das Jubiläumsfest mit herzlichen Begrüßungsworten und dankte allen, die diesen besonderen Ort über drei Jahrzehnte mitgestaltet haben. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan überbrachte das Grußwort der Stadt Rosenheim und sprach von einer „gemeinsamen Reise durch 30 Jahre bunte Kinderwelt“. Er betonte, dass die derzeitigen Vollzeitkosten von 549 Euro monatlich für einen Kita-Platz mehr als ungerecht seien – und kündigte an, diese Belastung für die Familien senken zu wollen. Darüber hinaus liege es ihm am Herzen, gemeinsam mit der GRWS Wohnungsbaugesellschaft Rosenheim den Ortsteil Endorfer Au, der durch seine Lage an der Mangfall nicht schöner sein könnte, weiter aufzuwerten.

Erdogan dankte dem Träger, dem Team und den Familien, die der Einrichtung ihr Vertrauen geschenkt haben: „Generationen von Rosenheimer Kindern durften hier ein Stück ihres Weges begleitet werden – und daraus ist eine lebendige, pulsierende Einrichtung erwachsen, die weit über die reine Betreuung hinausgeht.“

Norbert Blesch, Geschäftsbereichsleitung Fachgebiet Kita der Diakonie, schloss sich den Glückwünschen an.

Ein Höhepunkt war die Aufführung der Kinder, die mit einem gemeinsamen Lied die Gäste begeisterten und die so eindrucksvoll zeigten, was in der Villa Kunterbunt täglich gelebt wird: Freude, Gemeinschaft und Zuversicht. Ein symbolträchtiger Moment folgte: Erdogan pflanzte mit Daniela Weiß und einer Gruppe strahlender Kinder eine Ulme auf dem Gelände.

Dekanin und Imam segnen
Einrichtung gemeinsam

Dekanin Dagmar Häfner-Becker segnete die Einrichtung gemeinsam mit Imam Ömer Sahan – ein Zeichen der ökumenischen und interkulturellen Haltung, die die Villa Kunterbunt seit ihren Anfängen auszeichnet.

Nach dem offiziellen Programm verwandelte sich das Gelände an der Oberwöhrstraße in ein buntes Familienfest. Kinder tobten, Eltern kamen ins Gespräch, ehemalige Wegbegleiter trafen sich wieder. Die Atmosphäre war herzlich und lebendig – ganz so, wie man es von einer Einrichtung erwartet, die seit drei Jahrzehnten für Offenheit, Wärme und Gemeinschaft steht.

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