Rosenheim – Die ersten Tische stehen bereits. An eine Tafel schreibt Enzo Gerardi die neusten Angebote. Aperol gibt es, dazu frittierte Meeresfrüchte. Wer es herzhafter mag, kann auch einen Pulled-Pork-Burger bestellen. „Wir wollten etwas anbieten, das es in Rosenheim bislang noch nicht gibt“, sagt Gerardi. Er betreibt mit dem „Jägerstüberl“ nicht nur die älteste Bar Rosenheims, sondern kümmert sich auch um das gastronomische Angebot im Rofa-Stadion.
Beide verfolgen
den gleichen Wunsch
Über die gemeinsame Liebe zum Eishockey sei auch der Kontakt zu Francesco Freres entstanden, Geschäftsführer von „Amici Rosenheim“. „Irgendwann sind wir dann ins Gespräch gekommen und haben festgestellt, dass wir die gleichen Interessen und ähnliche Ideen haben“, sagt Freres. So verfolgten beide den Wunsch, eine Pop-up-Bar in Rosenheim zu etablieren. Über gemeinsame Bekannte hätten sie erfahren, dass ein solches Angebot vor „Galeria“ wohl angedacht wäre.
„Wir haben dann kurz überlegt, ob wir eine Hütte bauen sollten“, sagt Gerardi. Weil das aber zu lange gedauert hätte und die beiden Männer ihre Idee schnellstmöglich umsetzen wollten, kauften sie kurzerhand einen Container.
„Der wurde in Einzelteilen aus Holland geliefert“, sagt Freres. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Container aufgebaut und mit Strom ausgestattet. Mittlerweile gibt es einen Edelstahltresen, eine Bierzapfanlage, eine Slush-Maschine für Frozen Aperol Spritz und eine Fritteuse.
Frittierte Meeresfrüchte
im Angebot
„Wir bieten auch Fritto Mare an“, sagt Francesco Freres. Die Meeresfrüchte werden bestellt, geliefert und anschließend frittiert. „Mit unserer ganz besonderen Panade“, fügt der „Amici“-Geschäftsführer hinzu. Neben den Burgern wird zudem eine Vielzahl von Getränken angeboten – auch zum Mitnehmen.
Die Pop-up-Bar trägt nicht umsonst den Namen „Aperivia“. „Wir bieten schnelle Aperitifs, aber eben auch einen Mittagssnack“, sagt Enzo Gerardi. Stolz steht er vor seiner neuen Bar, fast so, als ob er es immer noch nicht ganz glauben kann, dass er seine Idee tatsächlich in die Tat umgesetzt hat.
Für die kommenden sechs Wochen soll die Pop-up-Bar „Aperivia“ beim Haupteingang stehen bleiben, anschließend will man sich nach einem neuen Standort umschauen.
Bar soll sich durch
Rosenheim „bewegen“
Beim Straßenkunst-Festival „Spektakel“ im Juli werden die beiden Männer am Max-Josefs-Platz ihre Getränke verkaufen. Weitere Stationen seien geplant. „Wir wollen uns durch Rosenheim bewegen“, sagt Freres. Einen Großteil der Zeit werden sie selbst an der Bar stehen, hin und wieder übernehmen ihre Mitarbeiter.
„Es ist natürlich ein Mehraufwand. Aber wir machen es gerne und es wird wirklich gut angenommen“, sagt Enzo Gerardi. Stand jetzt hat die Pop-up-Bar immer von mittwochs bis samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. „Wir freuen uns sehr darüber, unseren Besuchern mit dieser einzigartigen Pop-up-Bar eine besondere Aufenthaltsqualität im Herzen der City anbieten zu können“, sagt Galeria-Filialgeschäftsführer Jens Steinbrecher. Besonders lobte er die Stadt Rosenheim für die „schnelle Genehmigung zur Umsetzung der Idee“. Unterstützung gebe es auch von der Brauerei „Auerbräu“. Anna Heise