„Vielleicht sollte sich der eine oder andere ‚Meckerer‘ oder ‚Nichtwähler‘ intensiver informieren“

von Redaktion

Zum Bericht „Emotionaler Abschied: März verlässt die Bühne“ (Lokalteil):

Aus meiner Sicht hat Andreas März in den sechs Jahren seiner Amtszeit vieles richtig oder sogar alles gut gemacht. Natürlich wird jeder Bürger seine Arbeit unterschiedlich bewerten. Die ersten beiden Jahre waren von Corona geprägt, dabei ging es um die Gesundheit und das Wohl der Bürgerschaft.

Im Jahre 2022 mussten die Folgen des Ukraine-Krieges gemanagt werden, es galt vieles zu organisieren, wie zum Beispiel die Bereitstellung von Unterkünften für die aus dem Kriegsgebiet geflohenen Menschen. In den folgenden vier Jahren wurde durch Andreas März vieles weiterentwickelt, was von seiner Vorgängerin angestoßen wurde: der Ausbau der Mittagsbetreuung, der Kitaausbau, die Realisierung des Karolinengymnasiums, die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, der Wohnungsbau, die Neubauten der GRWS oder die Weiterentwicklung der Hochschule.

Es kam auch viel Neues hinzu: der Lokschuppenvorplatz, Rosenheim blüht auf, die Übernahme des ÖPNV, die Erweiterung des Grünen Marktes, die Neugestaltung des Salingartens, die Fortführung der Ausstellungen, die attraktive Friedhofsgestaltung, das neue Touristenzentrum, die Weiterentwicklung des Stellwerk 18, die Sanierung des Eisstadions, ein neues Lehrschwimmbecken, der Fernwärmenetzausbau, das neue Verwaltungsgebäude, das Gewerbegebiet in Brucklach, das Sportangebot unter der Aicherbrücke, die Entwicklung im Norden, der Ausbau der Mangfallstraße mit großer Förderung, alles zum Wohle der Stadt. Hinzu kamen die vielen Gespräche, die nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt, aber von höchster Priorität waren.

Die Ansprachen von Andreas März waren immer gut fundiert und versehen mit einem ernsten Gedanken an die Gesellschaft. All das, was Andreas März angestoßen und nicht vollenden konnte, wurde von den Gremien meist einstimmig mitgetragen, immer im Interesse der Stadtgesellschaft, der Wirtschaft, der Kinder, Jugendlichen und Familien.

Als langjähriger Stadtrat und Zweiter Bürgermeister empfand ich die Arbeit von Andreas März hervorragend. Er war für seine Bürger immer ansprechbar und hatte ein offenes Ohr für jedermann. Sicherlich, im Nachhinein weiß fast jeder, dass man das eine oder andere besser machen hätte können. Vielleicht sollte sich der eine oder andere „Meckerer“ oder „Nichtwähler“ intensiver informieren oder noch besser, sich selbst in ein ehrenamtliches Gremium wählen lassen. Aus Liebe zu Rosenheim und weil mir die Zukunft unserer Stadt am Herzen liegt, wünsche ich dem amtierenden Oberbürgermeister alles Gute und eine glückliche Hand.

Anton Heindl (Zweiter Bürgermeister a.D.)

Rosenheim

Artikel 8 von 11