Rekordhitze beim gelungenen Nationenfest

von Redaktion

Trotz Rekordtemperaturen von bis zu 41 Grad hat Wasserburg am Inn das 30. Nationenfest gefeiert. Mit Sprühnebel und kühlen Duschen trotzten Besucher sowie Organisatoren der Hitze und genossen das Fest der Kulturen bis in die Nacht.

Wasserburg – Im Gedächtnis bleiben wird das diesjährige 30. Nationenfest mit Sicherheit. Denn Rekordtemperaturen bis 41 Grad im Schatten an einigen Informationsständen forderten so manchen Ehrenamtler schon heraus, und viele waren froh, sich wenigstens zeitweise unter die kühleren Arkaden zurückziehen zu können.

Gegen Abend war aber dann doch wieder das gewohnte Bild dieses besonderen Festes in der Wasserburger Altstadt zu beobachten. Eine zunehmende Besucherzahl verteilte sich vornehmlich im Bereich der vielfältigen angebotenen Speisen- und Getränkeangebote, und es wurde bei angenehmeren Temperaturen bis in die etwas kühlere Nacht hinein gefeiert.

Kreative Abkühlung und
erfolgreiche Vorsorge

Dass das Nationenfest trotz extremer Hitze stattfinden konnte, dafür hatte das Organisationsteam des Aktionsbündnisses „Rio konkret“ zusätzliche Vorkehrungen getroffen. Auf und an den Bühnen in der Frauengasse und in der Hofstatt schafften Sprühnebel-Anlagen für die nötige Abkühlung. Der Kneippverein sorgte unter anderem mit einem Kneipp-Espresso für abgekühlte Arme und Beine. Auch die Feuerwehren Attel-Reitmehring, Wasserburg und Bachmehring konnten Jung und Alt mit einer kühlen Dusche in der Kirchhofgasse begeistern.

Bis gegen 20 Uhr war zur Zufriedenheit der diensthabenden Rotkreuzler glücklicherweise kein Hitzeopfer zu versorgen. Zufrieden stellte man fest, dass die allgemeinen Empfehlungen, wie ausreichend trinken, schattige Bereiche unter den Arkaden aufsuchen sowie Kopfbedeckung und leichte Kleidung tragen, befolgt worden waren.

Ein Fest für Vielfalt
und Zusammenhalt

Nach anfänglich temperaturbedingtem, schwachem Besuch zur Zeit der offiziellen Eröffnung sah man vor allem am Abend zumeist zufriedene und entspannte Gäste, die das wohl beliebteste Stadtfest in vollen Zügen genossen, durch die Altstadt bummelten und sich an den internationalen optischen und kulinarischen Angeboten erfreuten.

Damit bewies sich auch wieder, dass kein Fest so für Wasserburg steht wie das Nationenfest, wie Bürgermeister Bastian Wernthaler es formulierte. Es zeige, dass Nationen gemeinsam zusammenleben und feiern könnten, um Zusammenhalt und Vielfalt zu demonstrieren. Das Fest der Kulturen und Religionen zeige durch seine 25 Stände mit Essen und Trinken und auf den vier Bühnen samt Kinderprogramm in der Färbergasse aber auch das Ergebnis von viel ehrenamtlichem Engagement, für das vor allem auch „Rio konkret“ ein großer Dank gebühre.

Zum Gelingen trug wieder eine Vielzahl an talentierten jugendlichen Musikern bei, wie Maria Heemsoth, die mit eigenen gefühlvollen Songs in der Färbergasse begeisterte, oder die Gruppe „Black Glasses“, die coole Metal- und Rockpower darbot. Und auch die „Junge Bläserklasse“ der Stadtkapelle zeigte, unbeeindruckt von tropischen Temperaturen, in der Hofstatt ihr Können.

Musik, Tanz und
internationale Küche

Insgesamt 18 unterschiedliche Musikgruppen boten für jeden Geschmack etwas an. Und in der Herrengasse trauten sich gar Mitglieder des A-Teams des TC-Inn-Casino in praller Sonne auf den heißen Asphalt, um ihr Können zu beweisen.

Auch leckere internationale Speisen aus dem Orient, dem Balkan, aus Marokko, dem Libanon, der Türkei oder Kamerun fanden durchgehend ihre Liebhaber, und durstig musste auch niemand bleiben. Dafür sorgten unter anderem die „Wasserburger Bierkultur“ oder die Grünen. Aber auch zahlreiche, teils heimische Themen aufgreifende Infostände sorgten für Interesse.

Positives Fazit und
Pläne für die Zukunft

Die monatelangen Vorbereitungen des 15-köpfigen Organisationsteams haben sich gelohnt, das bestätigte auch der Vorsitzende von Rio, Robert Obermayr. Zwar wären ein paar Grad weniger gut gewesen, meinte er, aber eine Absage des Festes sei nicht infrage gekommen. Die Abkühlung durch das Wassersprühen sei gut angekommen, in Zukunft wolle man das beibehalten und auch für mehr Sonnensegel sorgen.

Und auch ein paar Schattenbäume mehr in der Altstadt könnten als langfristiges Ziel bei solchen Temperaturen nützlich sein. Denn „Schwitzen und passt schon“ als Antwort auf die Frage, wie man solche Temperaturen aushalte, von Hassan Echcharif vom Café Marrakesch gegeben, dürfte als Lösung wohl nicht ausreichen.

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