Rosenheim – Schuhplattler, Goaßlschnalzer, Blasmusik und Volkstänze prägten am Samstag das Bild in der Innenstadt. Der Brauchtumstag zeigte einmal mehr, wie lebendig Tradition in Rosenheim ist – und setzte zugleich neue Akzente.
Neu war in diesem Jahr die Beteiligung des Vereins Kinhuadi, der auf dem Max-Josefs-Platz traditionelle Trachten und Brauchtum aus dem Kongo präsentierte. Der Vereinsname bedeutet übersetzt „Zusammenhalt“ – und genau darum sollte es an diesem Tag gehen: Menschen über Brauchtum und Kultur miteinander ins Gespräch zu bringen.
Bereits am Morgen hatte ein volksmusikalischer Frühschoppen den Aktionstag eröffnet. Danach verwandelten sich der Max-Josefs-Platz und weitere Orte der Altstadt in eine Bühne für Trachtenvereine, Musikgruppen und Brauchtumspfleger.
Veranstaltet wurde der Brauchtumstag gemeinsam vom Kulturamt der Stadt Rosenheim und dem Trachtenverein „D‘Innviertler“ Rosenheim.
Für Wolfgang Hauck, Leiter des städtischen Kulturamts, könnte der Aktionstag künftig noch vielfältiger werden. Er kann sich vorstellen, dass sich weitere Kultur- und Brauchtumsgruppen beteiligen und zeigen, wie facettenreich gelebte Tradition in Rosenheim tatsächlich ist. „In den kulturpolitischen Leitlinien der Stadt Rosenheim wurde festgelegt, dass wir in unserer Stadt lebendiges Brauchtum haben wollen“, sagte Hauck. Der Brauchtumstag leiste dazu einen wichtigen Beitrag und bringe die Menschen zusammen.
Eine Herausforderung waren in diesem Jahr die hochsommerlichen Temperaturen. Die Trachtler nahmen die Hitze jedoch mit Gelassenheit. „Wir passen uns eben an und schauen, was der Tag so bringt. Wenn die Hitze zu groß wird, tanzen wir vielleicht etwas kürzer oder weichen auf Schattenplätze aus“, sagte Alfred Licht, Vorsitzender des Rosenheimer Trachtenvereins G.T.E.V. wu