Das traditionelle Peter-und-Paul-Feuer des Burschenvereins Kastenau hat auch ohne loderndes Feuer zahlreiche Besucher angelockt. Bereits zum 18. Mal veranstaltete der Verein sein beliebtes Sommerfest – heuer allerdings unter außergewöhnlichen Bedingungen. Aufgrund der anhaltenden Hitze und der großen Trockenheit hatte die Stadt Rosenheim sämtliche Brauchtumsfeuer untersagt. Damit durfte auch der sorgfältig aufgeschichtete Holzstapel in der Kastenau nicht entzündet werden. Für die Verantwortlichen des Burschenvereins war die Entscheidung dennoch keine Frage. „Die Sicherheit geht vor“, machten die beiden Vorsitzenden Andreas Mahin und Quirin Bichler deutlich. Das Feuerverbot sei selbstverständlich akzeptiert worden. Kurzerhand passten die Organisatoren das Festkonzept an und sorgten mit kreativen Ideen dafür, dass die Besucher dennoch auf ihre Kosten kamen. Anziehungspunkt war ein großer Wasserpark, der angesichts der hochsommerlichen Temperaturen für willkommene Abkühlung sorgte. Vor allem die Kinder nutzten die Wasserspiele ausgiebig – doch auch so mancher Erwachsene ließ sich die Erfrischung nicht entgehen. Dass das traditionelle Feuer ausfallen musste, tat der Stimmung keinen Abbruch. Rund 400 Besucher fanden trotz der Hitze den Weg zum Festgelände und genossen einige gesellige Stunden. Damit zeigte sich einmal mehr, dass das Peter-und-Paul-Feuer des Burschenvereins Kastenau längst weit mehr ist als das Entzünden eines Holzstoßes. Die Veranstaltung hat sich als beliebter Treffpunkt etabliert und lebt vor allem von der Gemeinschaft und dem Engagement der Vereinsmitglieder. Fotos Huber