Rosenheim – Eine 35-köpfige Delegation aus der Innstadt nahm von Mitte Juniab, an den Sommerspielen von Special Olympics Deutschland (SOD) in Saarbrücken teil. Im Basketball, Bowling und Fußball hatten sich 27 AthletInnen auf dieses Event nahe der französischen Grenze vorbereitet. Insgesamt waren dort über 4.000 Athleten in 25 Sportarten im Start.
Nach einer gelungenen Eröffnungsfeier im Ludwigsparkstadion, die von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger feierlich eröffnet wurde waren die Sportbündler zunächst bei der Klassifizierung gefordert. Im Basketball war das Team der Blue Baskets u.a. gegen Nürnberg, Rostock, Oberhausen und Mönchengladbach im Einsatz und schlug sich beachtlich. Bei der Einteilung in die Leistungsgruppe 3 Traditional (ausschließlich Handicap-Basketballer stehen auf dem Court) musste man sich gegen die bayerische Konkurrenz aus Bamberg/LH (35:9), Schwandorf Tigers (35:8) und Moritzberger WfB/ Nürnberg (21:26) durchsetzen. Leider zog das Team auch im Finale gegen die Franken den Kürzeren, freute sich aber riesig über die Silbermedaille. Unter anderem war auch Special Olympics Israel als Gastdelegation beim Basketballturnier dabei. Zum ersten mal wurde bei den nationalen Spielen auch der 3×3 Wettbewerb ausgetragen. Folgende Spieler und Betreuer wurden für den 2. Platz geehrt: Martina von Bötticher, Ludwig Forkl, Maximilian Manhart, Konstantin Sanftl, Philip Potthoff, Michael Bichler, Tobias Mayer, Marcel und Pascal Will und Robert Virag; Coaches: Manfred Will, Robert Freinecker und Stephanie Grüneis.
Im Bowlingcenter waren fünf hochmotivierte Athleten des SBR am Start, alle gaben immer ihr Bestes. Die Stimmung war gut und fast alle waren zufrieden mit dem Ergebnis. Bei den Damen errang die Athletensprecherin Carolin Burkhardt im Einzelwettbewerb eine Goldmedaille, was die beiden Trainer Silvia Hofmann und Willy Achorner natürlich besonders freute. Lucia Geidobler landete auf dem sechsten Platz und beide im Doppel auf dem fünften Rang. Sehr erfreulich auch das Abschneiden des Youngsters Felix Bursch, der im Einzel mit Silber und im Doppel mit Bronze „dekoriert“ wurde. Die in die stärkeren Leistungsgruppen eingeteilten Michael Kalhammer und Pascal Nagels hatten diesmal etwas Pech und mussten sich mit dem siebten bzw. vierten Platz im Einzel zufrieden geben, im Doppel erreichten beide den vierten Platz. Im Teamwettbewerb konnte man leider auch keine Medaille mit nach Hause nehmen aber umso motivierter werden alle in die nächsten Wettkämpfe gehen. In Rosenheim findet im September das Balthasar-Geidobler-Gedächtnisturnier statt mit bayerischen Teams und hier werden wieder Medaillenerfolge anvisiert.
Das Fußballteam war zum ersten Mal bei den deutschen Spielen dabei und schlug sich beachtlich. Die ersten beiden Turniertage waren temperaturtechnisch noch erträglich und brachten durch einen kurzen Regenschauer die ersehnte Abkühlung. An den folgenden Tagen kletterte das Thermometer auf bis zu 36 °C. Aufgrund der extremen Hitze wurde die Spielzeit in der Gruppenphase von zweimal 20 Minuten auf zweimal 15 Minuten verkürzt und durch zusätzliche Trinkpausen ergänzt. Die Qualifikation (u.a. gegen Pirmasens, Neumünster und Essen) verlief umkämpft und diente als echter Gradmesser. In den meist knappen Partien hatte der Sportbund häufig das Nachsehen. Ging die Mannschaft in Führung, konnte sie den Sieg ins Ziel bringen. Bei Rückständen bewies das Team Moral und gab sich nicht auf, auch wenn es am Ende meist knapp nicht reichte. Die Gruppenphase war von torreichen Partien geprägt. In dieser ausgeglichenen Gruppe gab es keinen klaren Favoriten, jeder konnte jeden schlagen. Das absolute Highlight des Turniers war das Abendspiel im großen Stadion gegen Hohenfried: Neben dem deutlichen Erfolg belohnte sich die Mannschaft mit dem Erlebnis, im Ludwigspark aufzulaufen und die Kabinen der Profis nutzen zu dürfen. Der Sportbund war in der Leistungsgruppe sechs eingeteilt. Folgende Ergebnisse standen dabei zu Buche: gegen saarländisches DRK Sozialwerk (0:3) Unterallgäuer Werkstätten (6:0), Altenoythe (0:4), Hohenfried/Berchtesgaden (5:1). Das Team durfte sich letrztendlich über die Bronzemedaille freuen. Spieler: Oliver Kabbe, Philipp Müller, Fabian Gersene, Valentin Fuchs, Hüseyin Cimenyemez, Merle Sailer, Lea Milius, Arne Kühnel, Vincent Stalla, Samuel Emairu, Benjamin Hönicke, Torwart Jonathan Ramsegger Coaches: Elfriede Rieger-Beyer und Eric Duffy. Bedanken möchte sich die Delegation bei den Lions Rosenheim und Bad Aibling Mangfalltal und auch bei Stadt und Landkreis Rosenheim für die großzügige finanzielle Unterstützung im Vorfeld. Diese Reise in die saarländische Metropole wird allen Beteiligten in unvergesslicher Erinnerung bleiben.