Rennen in neun Runden erfolgreich beendet

von Redaktion

Abiturfeier des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums

Rosenheim – „FerrAbi – mit Vollgas ins Ziel“ – so lautete das Motto des Abiturjahrgangs 2026 am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium. Bei strahlendem Wetter und heißen Temperaturen war das Publikum dankbar, dass die „Siegerehrung“ der 103 Abiturienten im angenehm temperierten Kuko stattfand. Wenn auch auf den ersten Blick alles sehr vertraut wirkte – neun Jahre am Gymnasium, nach insgesamt 13 Schuljahren Abitur – so handelt es sich beim Abiturjahrgang 2026 doch um einen Premierenjahrgang, den ersten Jahrgang nach der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Für musikalisch beste Stimmung sorgten die Big Band unter Leitung von Walther Senz sowie der große Chor unter Leitung von Alexander Gell, die sich damit auch von einigen Mitwirkenden verabschiedeten.

Das Motto nahm Schulleiterin Brigitte Würth zum Anlass, das „Rennen“ über neun Runden und die mitgenommenen Erfahrungen genauer zu betrachten. FerrAbi: Die offensichtliche Anlehnung an eine legendäre Automarke und deren Gründer Enzo Ferrari wecke Emotionen, denn beide stünden für Leidenschaft und Begeisterung. Darüber hinaus habe Enzo Ferrari als Visionär mit großer Willensstärke und Zielstrebigkeit, als Kämpfer für die Sache aber noch mehr Ansatzpunkte, die den Abiturienten als Orientierung dienen könnten.

„Wenn Du davon träumen kannst, dann kannst Du es auch tun“, so lautet ein bekannter Ausspruch von Enzo Ferrari. Sich selbst Ziele zu setzen, diese dann in Angriff zu nehmen und dadurch Sinnstiftung zu erfahren, das sei ein wichtiger Grundpfeiler eines glücklichen Lebens. Dazu kämen neben den an der Schule erworbenen fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten die gelebten Werte, Herz und Charakter sowie eine demokratische Grundhaltung.

Stellvertretend für den Abschlussjahrgang ließen Katharina Ballmann, Lou-Ann Ledtermann und Christoph Ramsteiner das Schulleben Revue passieren. Beginnend mit dem Start am SFG und insbesondere in gemeinsame Unternehmungen wie der Schulhausrallye oder dem Schullandheimaufenthalt hätten sich schnell persönliche Kontakte entwickelt. Doch bereits am Skilager konnten nicht mehr alle Klassen teilnehmen, weil die Corona-Pandemie alles verändert hatte. Hier zeigte sich die Unberechenbarkeit des Lebens.

Abschließend bedankten die Drei sich stellvertretend für den Jahrgang bei Oberstufenkoordinatorin Monika Braunweiler für die ausdauernde Geduld und den Beistand sowie das stets offene Ohr für alle Probleme, bei den Lehrkräften und der Schulleitung für die Unterstützung, bei den Stufensprechern für deren Einsatz, beim Hausmeister und den Sekretärinnen für all die erfahrene Hilfe und die immer freundlichen Worte.

Am Ende riefen sie ihre Mitabsolventen dazu auf, nun mutig die ersten Zeilen auf das leere Papier der Zukunft zu schreiben.

Für den Elternbeirat gratulierte der Vorsitzende Matthias Dangl zum bestandenen Abitur und ermunterte dazu, trotz der aktuell oftmals schwierigen Weltlage zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Die nostalgische Redewendung von der „guten alten Zeit“ sei irreführend, denn sie sei immer die Gegenwart in vergangenen Zeiten gewesen, die im Rückblick oft nur verklärt werde.

Schließlich folgte der zentrale Teil der Feier: die Verleihung der Abiturzeugnisse und die Ehrung für besonderes Engagement im Schulleben. Von den 103 Abiturienten des 145. Jahrgangs der Schule, die alle bestanden hatten, erreichten in diesem Jahr 24 einen Zeugnisdurchschnitt von 1,5 und besser, mit Mia Bauernschmitt, Lou-Ann Ledtermann, Franziska Nick, Christoph Ramsteiner und Julia Stitzl schlossen sogar fünf mit der Traumnote 1,0 ab, die von der Georg-Dax-Stiftung der Firma Kathrein mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro ausgezeichnet wurden.

Oberstufenkoordinatorin Monika Braunweiler moderierte die Übergabe der Zeugnisse sowie die Ehrung für besondere außerunterrichtliche Leistungen im Dienste der Schulgemeinschaft. Wie auch in den vergangenen Jahren stiftete die Firma Adphos aus Bruckmühl einen mit 300 Euro dotierten Physik-Abiturpreis, der in diesem Jahr für sehr gute Leistungen im Physikabitur verliehen wurde. Die besten Absolventen wurden außerdem durch ein Buchgeschenk, das vom Förderverein gestiftet wurde, besonders geehrt.

Ein besonderer Tag für einen Premierenjahrgang und alle, die die Verleihung der Abiturzeugnisse in diesem feierlichen Rahmen im Kuko miterlebten. Abschließend durften die „Siegerinnen und Sieger“ noch einmal an ihre alte „Rennstrecke“ zurückkehren, wo unter den schattigen Bäumen im Pausenhof des SFG ein Sektempfang, der von Lehrkräften und der Q12 organisiert wurde, die Abiturverleihung mit einem geselligen Austausch in gemütlicher Atmosphäre bei sommerlich-mediterranen Temperaturen ausklingen ließ.

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