3.000 Radler trotzen beim Rosenheimer Radmarathon der sengenden Hitze

von Redaktion

Rekordtemperaturen von bis zu 36 Grad – Veranstalter ziehen dennoch positives Fazit

Rosenheim – Dass Oberbürgermeister Abuzar Erdogan gerne mit dem Rennrad unterwegs ist, weiß mittlerweile wohl jeder, der ihm in den sozialen Medien folgt. Dass er sich auch bei Temperaturen von 36 Grad aufs Rad schwingt, dürfte den ein oder anderen dann doch überrascht haben. Genau das hat er aber gemacht: Gemeinsam mit CSU-Stadtrat Florian Ludwig, Gabriele Leicht, der Dritten Bürgermeisterin der Stadt, und knapp 3.000 anderen Teilnehmern nahm er jetzt am Rosenheimer Radmarathon teil.

Ein körperlich
forderndes Erlebnis

„Es ist ganz gut gelaufen, aber natürlich war es wahnsinnig heiß“, sagt er am Telefon. Er habe sich für die 65-Kilometer-Strecke entschieden. Aufgrund der Hitze habe er sehr darauf geachtet, genügend zu trinken und auf seinen Körper zu hören. „Der hat aber gut mitgemacht“, sagt er. Ihm sei es wichtig gewesen, dass alle aus seinem Team ein gutes Erlebnis haben. „Es war eine super Gelegenheit für ungezwungene Gespräche. Dadurch wurde das Wir-Gefühl noch einmal verstärkt“, sagt er.

Nur Positives über die Veranstaltung zu berichten, hatte auch Gabriele Leicht. Sie lobte die gute Organisation, aber auch ihr Team um Oberbürgermeister Abuzar Erdogan. „Sie haben mich nie spüren lassen, dass ich als Älteste das schwächste Glied war“, sagt sie. Trotz der Hitze habe sie sehr viel Spaß gehabt. „Es ging mir gut, auch weil ich in der Gruppe Windschatten genießen konnte“, sagt sie. Für sie sei es eine Veranstaltung, die auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Dem kann sich CSU-Stadtrat Florian Ludwig nur anschließen. „Es war ein landschaftlich beeindruckendes, aber angesichts der hohen Temperaturen auch ein körperlich forderndes Erlebnis“, sagt er. Dass so viele Menschen aus ganz Bayern – erkennbar an den Autokennzeichen auf dem Parkplatz – und darüber hinaus nach Rosenheim kommen, um sich dieser Herausforderung zu stellen, zeige, welch exklusiven Ruf Rosenheim als Sport- und Tourismusstandort genieße.

„Mein Muskelkater wird wieder vergehen, aber die Eindrücke von der Strecke und der großartige Sportgeist, der zu erleben war, werden bleiben“, fügt Ludwig hinzu. Sein Dank gebühre den Organisatoren, den vielen ehrenamtlichen Helfern an den Verpflegungsstationen und den Einsatzkräften. „Ohne dieses unglaubliche Engagement wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich.“

Unter den Teilnehmern war auch OVB-Reporterin Sofie Onnasch. „Mal abgesehen davon, dass es echt heiß war, war die Stimmung bei allen richtig gut“, sagt sie. In Bad Endorf habe es eine Verpflegung gegeben. „Das Anspruchsvollste war die Hitze. Auf den längeren Strecken wurde aber mit Gartenschlauch und mobilen Getränkeständen ausgeholfen“, sagt Onnasch. Nach 45 Kilometern habe sie kurz mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören, es dann aber doch bis zum Ende durchgezogen.

Zusätzliche
Wasserstationen

Über so viel Lob freut sich auch Christian Schuller. Er ist der Co-Veranstalter und Mitglied im Skiclub Aising-Pang. „Wir waren mit der Veranstaltung sehr zufrieden“, sagt er. Die Hitze sei auch für die Organisatoren herausfordernd gewesen. „Aber ich glaube, wir haben es ganz gut gestemmt“, sagt er. Gemeinsam mit seinem Team habe er für Schatten gesorgt und zusätzliche Zwischenstationen sowie Wasserstationen eingerichtet. Jeder Teilnehmer sei zudem mit einem Touren-Steckbrief ausgestattet worden, auf dem auch Trinkwasserbrunnen, die frei zugänglich sind, eingetragen worden seien. Anna Heise

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