Die ganze Schule liest – und die Autorin für die ganze Schule

von Redaktion

Bestsellerautorin Sarah Welk zu Gast am Ignaz-Günther-Gymnasium – Vom Börsenverein ausgezeichnet

Rosenheim – „Das ganze Ignaz liest!“, so heißt es seit einigen Wochen am Ignaz-Günther-Gymnasium (wir berichteten). Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse hatte man einen Berg Exemplare eines Jugendromans besorgt. Alle Schülerinnen und Schüler und alle Lehrkräfte der Schule bekamen ein Exemplar – und nun will man sich gemeinsam in den Sommer hineinlesen.

Die Autorin des Romans, die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Sarah Welk war von dem Projekt so begeistert, dass sich sofort bereit erklärte, mit der kompletten Schule eine Lesung zu veranstalten. Da die Autorin an der Nordsee wohnt und einen vollen Terminkalender hat, fand das ganze per Video statt. Die ganze Unterstufe war in der Aula versammelt, alle anderen Klassen und Kurse haben sich von ihren Unterrichtsräumen aus zugeschaltet. Nachdem die Autorin, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels zur „Lesekünstlerin des Jahres 2026“ gekürt wurde, aus dem Roman vorgelesen hatte, stellte sie sich den vielen Fragen. Wie lange sie denn für so ein Buch brauche, ob man vom Schreiben leben könne oder wie sie auf gute Ideen komme, wollte man wissen. Auf Interesse stieß auch die im Roman beschriebene Schule, in der fast alles per Abstimmung von den Schülerinnen und Schülern selbst entschieden wird. So extrem ist man am Ignaz zwar nicht. Aber großes Vertrauen in die Kinder und Jugendlichen hat man dort offenbar schon: Nicht nur die Auswahl des Romans hatte man in die Hände der Schülerinnen und Schülern gelegt, sondern auch die Schul-Lesung mit der Autorin. Sebastian und Arien aus der elften Klasse moderierten das Ganze sehr routiniert, junge Technikerinnen und Techniker unter Leitung von Timothée aus der zehnten Klasse hatten die durchaus komplexe Technik höchst professionell im Griff. Sarah Welk schrieb nach der Lesung noch einmal der Schulleitung und zeigte sich sehr beeindruckt, wie souverän die Jugendlichen das alles gemanagt hatten.

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