Zum Bericht „Gesicht zeigen gegen Rechts, neue Vorstandschaft gewählt“ (Lokalteil):
Vor wenigen Wochen hatte das OVB darüber berichtet, dass die Rosenheimer Initiative „Gesicht zeigen gegen Rechts“ eine neue Vorstandschaft gewählt hat. Für viele Leser wäre sicherlich interessant, wer mit „Rechts“ gemeint ist. Wollen die Mitglieder all diesen Bürgern den Kampf ansagen, die nicht die Meinung von links, also von SPD, Grüne oder gar Die Linke vertreten? Oder verstehen sie unter dem Begriff „Rechts“ den Rechts-Extremismus.
Wo bleibt dann aber der Kampf gegen Extremismus jeglicher Art? Gegen Linksextremisten, die wichtige Infrastruktur teils über Tage hinweg lahm legen und damit das Leben der Bevölkerung gefährden, die körperliche Gewalt gegenüber Andersdenkenden ausüben und die bei Demonstrationen in nahezu bürgerkriegsähnlichen Zuständen gewaltsam gegen Polizeibeamte als Vertreter des Staates vorgehen.
Anscheinend ist der Initiative auch nicht bewusst, dass in deutschen Großstädten zwischenzeitlich regelmäßig Palästinenser – unterstützt von linken Gruppierungen – Demonstrationen organisieren und im Beisein der Sicherheitskräfte das Kalifat, die Scharia und die Auslöschung des Staates Israel lauthals einfordern.
Ist der Initiative die fortschreitende Aberkennung unseres Rechtsstaates, die durch die Radikalisierung dieser Gruppen ermöglicht wird, aufgrund ideologischen Verhaltens egal?
Die Mitglieder müssten sich intensiver an den polizeilichen Statistiken orientieren. Um dem Leser also Klarheit zu verschaffen, sollte das OVB der Initiative die Möglichkeit geben, sich inhaltlich vorzustellen. Vielleicht heißt der Verein zukünftig „Gesicht zeigen gegen Extremismus“.
Helmut Schmid
Rosenheim