„Abi Vegas“ – die Gewinne wurden ausgezahlt

Schulleiterin Sigrid Rechenauer mit den Jahrgangsbesten: (von links) Rebecca Köhrer, Elias Schneeberger, Valentin Schneeberger, Christian Csordas, Laura Paas und Jakob Scharbert. Foto re

Schulleiterin Sigrid Rechenauer mit den Jahrgangsbesten: (von links) Rebecca Köhrer, Elias Schneeberger, Valentin Schneeberger, Christian Csordas, Laura Paas und Jakob Scharbert. Foto re

Abiturfeier am Karolinengymnasium Rosenheim – Sehr leistungsstarker Jahrgang

Rosenheim – „Glück ist nicht einfach das, was einem so zufällt“, gab die Schulleiterin Sigrid Rechenauer den 94 Abiturientinnen und Abiturienten des Karolinen-Gymnasiums in ihrer Abschiedsrede bei der Abiturverleihung bezüglich des Abiturmottos „Abi Vegas – bis zum Schluss gezockt“ mit auf den Weg. Die Mensa der Schule war dazu als Casino geschmückt.

Die Feierlichkeiten begannen in der Kapelle des neuen Schulgebäudes mit einem ökumenischen Abiturgottesdienst, um dann in der Aula des Schulgebäudes mit einem Sektempfang fortzufahren. Trotz der heißen Temperaturen sah man in der Aula lachende und erwartungsvolle Gesichter der Absolventinnen und Absolventen, sowie deren Begleitungen. Den Sektempfang verpflegte der Elternbeirat mit Getränken und die dazugehörigen kleinen Häppchen wurden von den Schülerinnen und Schülern der 8c aufgetischt.

Krönung der
Schullaufbahn

Anschließend begab man sich in die Mensa, in der die Verleihung mit dem Musikstück „Wir hatten eine gute Zeit“ des großen Chors unter der Leitung von Edith Kaltenbrunner eröffnet wurde. Rechenauer begrüßte alle Eltern, Lehrkräfte und „Noch-Schüler“ zu dieser „Krönung der Schullaufbahn“, sprach dem Kollegium und auch den Eltern Dank für deren Engagement aus und betonte die Einmaligkeit des Ereignisses. Besonders hob sie die Jahrgangsbesten hervor, allen voran Laura Paas, die herausragende 891 von 900 möglichen Punkten erreichte. Als weitere Absolventen mit einem „Flash Royale“, also mit einem 1,0 Abiturschnitt, erwähnte sie Jakob Scharbert, Elias Schneeberger, Valentin Schneeberger, Rebecca Köhrer und Christian Csordas, die sich mit dieser Leistung als Preisträger der Dax-Stiftung der Firma Kathrein über ein ansehnliches Preisgeld freuen konnten. Für die drei besten Abiturleistungen gab es für Laura Paas, Jakob Scharbert und Elias Schneeberger weitere finanzielle Zuwendungen aus der Dr.-Maria-Miehle-Stiftung. Genauso wie für die drei besten Abiturleistungen im Fach Deutsch für Laura Paas, Jakob Scharbert und Annamaria Jahns. Laura Paas, die auch den Physik-Preis der Firma Adphos erhielt, und Jakob Scharbert qualifizierten sich zudem mit ihren hervorragenden Leistungen für das Auswahlverfahren der Maximilianeum-Stiftung. Insgesamt verabschiedete das Karo mit einem Gesamtschnitt von 2,14 einen sehr leistungsstarken Jahrgang, bei dem mit 44 Prozent fast die Hälfte eine Eins vor dem Komma erzielte. Für den Elternbeirat sprach Dr. Alexander Wolf in einem lockeren, motivierenden Vortrag über Ratschläge zur beruflichen Orientierung und die Bedeutung, individuelle Stärken zu reflektieren, eigenständig entsprechende Entscheidungen zu treffen, aber auch Resilienz gegenüber einem möglichen Scheitern zu entwickeln.

Die Notwendigkeit von Resilienz aufgrund mancher Tiefpunkte der Schullaufbahn sahen auch Franziska Schroeder und Felix Zeißl, die den Abiturjahrgang in ihrer Rede vertraten. Dabei skizzierten sie humorvoll die unterschiedlichen Schülerextreme von „äußerst gewissenhaft“ zu „auf den letzten Drücker“ und einigten sich auf „die goldene Mitte“ bei zukünftigen Herausforderungen. Darüber hinaus bedankten sie sich bei den Kursleitungen und insbesondere bei den beiden Oberstufenkoordinatoren Barbara Kreuz und Oskar Schneider, der mit einem großen Geschenkkorb von seinem letzten Abiturjahrgang vor der anstehenden Pension verabschiedet wurde. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete der Jahrgang mit Q13-Band und Vokalensemble Q12/13 überwiegend selbst, unterstützt von der Schulband unter der Leitung von Gerrit Arntz. Mit dem Song „Dancing Queen“ von Abba erfolgte die Überleitung zum Höhepunkt der Veranstaltung, der feierlichen Verleihung der Abiturzeugnisse. Neben dem Abiturzeugnis durch Sigrid Rechenauer und den Oberstufenkoordinatoren bekamen die Absolventinnen und Absolventen noch Rosen von den beiden Blumenmädchen Rosalie Arntz und Josefine Ernst aus der Klasse 5e überreicht.

Außerdem gab es für einige noch weitere Preise und Mint EC-Zertifikate für herausragende Leistungen in einzelnen Fächern und einen City-Shopping Gutschein für langjähriges Engagement im Schulleben, gestiftet vom Förderverein des Karolinen Gymnasiums.

Auf das eingangs erwähnte Abiturmotto nahm die Schulleiterin Sigrid Rechenauer in ihrer Rede Bezug und verglich die Herausforderungen beim Glücksspiel mit dem „Zocken“ bei Prüfungen. Genauso wie am Pokertisch benötige es Durchhaltevermögen, Nervenstärke und eine große Portion Glück. Sich aber nur auf Glück zu verlassen, reichte in den letzten zwei Jahren oft nicht, sondern es waren Fachkompetenz, Fleiß und Disziplin gefragt. Das Abiturergebnis sei eben nicht ein bloßes Glücksspiel und Glück falle einem auch nicht einfach so zu. So zitierte die Schulleiterin den Philosophen Seneca: „Vielmehr ist Glück das, was entsteht, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.“ Daran anknüpfend formulierte sie die Empfehlung, entscheidende Glücksmomente auch als einmalige Chance zu begreifen und zuzupacken.

Kreativ und nicht
angepasst sein

Des Weiteren ging sie in ihrer Rede auf die besondere Schullaufbahn dieses ersten G9-Abiturjahrgangs ein, der neben Corona-Pandemie auch den langjährigen Umbau der Schule miterlebte und die Fertigstellung des Pausenhofs und der Turnhalle nun leider nicht mehr in der Schulzeit genießen könne. Mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg verabschiedete die Schulleiterin die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten und appellierte an sie, kreativ und nicht angepasst zu sein und ihre Ideen und Visionen nun im „richtigen“ Leben zu verfolgen. Nach gut zwei Stunden endete eine zwar heiße, aber würdige und kurzweilige Abiturverleihung.

Montag, 13. Juli 2026
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