Seniorenbeirat zieht nach Neuaufstellung Bilanz

von Redaktion

Gremium setzt sich für die Belange älterer Bürger in Rosenheim ein – Mitglieder blicken auf kommende Aufgaben

Rosenheim – Alle sechs Jahre werden nicht nur der Oberbürgermeister und ein neuer Stadtrat gewählt. Der neu gewählte Stadtrat bestimmt dann auch einen neuen Seniorenbeirat. Dabei mussten in diesem Jahr acht Mitglieder neu berufen werden, weil in diesem Gremium aus Altersgründen immer wieder Mitglieder ausscheiden.

Erfreulicherweise hat es diesmal 21 Bewerbungen gegeben, von denen allerdings nur acht als Mitglieder aufgenommen werden konnten. Die restlichen Bewerber können und sollen sich aber dennoch ebenfalls aktiv in die Belange des Seniorenbeirates einbringen.

Erfolgreiche Projekte und
umgesetzte Vorschläge

Bei solchen Anlässen ist es immer angebracht, auf die vergangenen sechs Jahre zurückzublicken. Es bleibt festzustellen, dass der Rosenheimer Seniorenbeirat nicht nur aktiv, sondern auch erfolgreich gewesen ist. Nahezu alle Vorschläge und Anregungen wurden vom Stadtrat und der Verwaltung aufgenommen und umgesetzt.

So ist es inzwischen bereits Tradition geworden, dass der Beirat alle zwei Jahre seine Seniorenmesse im Kultur- und Kongresszentrum (Kuko) veranstaltet, die hervorragenden Zuspruch findet. Ebenso traditionell veranstaltet das Gremium in den Jahren dazwischen mehrtägige Fahrten in die Partnerstadt Lazise, wobei behinderte Bürger und finanzschwache Rosenheimer eine unverhoffte Auszeit von einem mühsamen Leben geschenkt bekommen.

Alljährlich gibt es auch einen kostenlosen Tagesausflug für Senioren, der jeweils von wechselnden Sozialverbänden organisiert wird. Hierbei wird dessen Finanzierung durch die Stadt und mehrere Stiftungen vom Seniorenbeirat organisiert. Insgesamt wäre das soziale Geschehen ohne die finanzielle Unterstützung der Stadt und mehrerer Stiftungen nicht denkbar.

Der Seniorenbeirat, den es inzwischen seit 1988 in Rosenheim gibt, bedurfte aktuell auch der Überarbeitung und Neufassung seiner Satzung und Geschäftsordnung. Beides wurde erarbeitet und vom Stadtrat genehmigt und beschlossen. Mit Genugtuung stellen die Mitglieder des Beirates immer wieder fest, dass andere neu gegründete Institutionen diese Satzung und Geschäftsordnung nahezu wortgetreu übernehmen und dies in überregionalen Gremien auch zum Ausdruck bringen.

Eine große Aktion des Seniorenbeirates war auch der Widerstand gegen eine häusliche Biotonne. Diese wurde schließlich per Bürgerentscheid abgelehnt. Die nun errichteten Biotonnen an den Wertstoffinseln sind aus Sicht des Seniorenbeirats ein Erfolg. Zudem kümmert sich der Beirat um die Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs. Eine neue Website unter der Ägide der Stadt Rosenheim konnte vorgestellt werden, und die Umsetzung eines neuen Seniorenpasses sowie dessen Ausgestaltung wurde betrieben.

Beratung und
Unterstützung im Alltag

Der Beirat setzte sich ebenso für neue Begräbnisformen am Friedhof Aising ein. Daneben war es ihm ein Anliegen, dass auf dem städtischen Friedhof ein Trinkwasserbrunnen installiert wurde. Auch die alte Aussegnungshalle war und ist ein Thema, für das sich der Beirat einsetzt. Die Spaziergänger über die Aisinger Felder verdanken dem Seniorenbeirat, dass dort nun eine Ruhebank zum Verweilen einlädt.

Unter der Telefonnummer 08031/3651081 kann sich jeder Bürger beim Seniorenbeirat Rat und Hilfe holen. Dazu überbringen Mitglieder des Seniorenbeirates die Glückwünsche des Oberbürgermeisters zum 85., 90. und 95. Wiegenfest der Rosenheimer. Gerne genutzt werden von den Rosenheimer Senioren auch immer die Angebote für Konzerte und für geführte Besuche bei den verschiedenen Ausstellungen im Rosenheimer Lokschuppen.

Sichtbar wird bei allen Aktionen, dass sich der Seniorenbeirat für ein seniorengerechtes Leben und gegen unnötige Beschwernisse einsetzt – egal wie groß oder klein die Anlässe sein mögen. Dabei ist er schon von seiner Satzung her eigenständig und in jeder Hinsicht unabhängig. Die Zusammenarbeit mit der städtischen Verwaltung und den politischen Gremien ist aus Sicht des Seniorenbeirats sehr gut. Der Beirat kann dabei keine eigenen Entscheidungen treffen, sondern hat ausschließlich eine beratende Funktion. Auch für die Zukunft sieht der Seniorenbeirat Aufgaben zur Genüge, die er ebenso erfolgreich angehen will wie die bereits bewältigten Aufgaben der vergangenen sechs Jahre. Theo Auer

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