Rosenheim – 64 Einsatzkräfte aller sechs Rosenheimer Feuerwehren haben am Donnerstag (23. Juli) am Floriansee im Brandübungscontainer des Landesfeuerwehrverbandes Bayern die Brandbekämpfung unter Extrembedingungen trainiert. Dabei herrschten an der Decke des Containers Temperaturen von bis zu 800 Grad Celsius, direkt am Körper der Feuerwehrleute noch gut 100 Grad Celsius.
Angeleitet wurden die Teilnehmer von Trainer Alfred Entfellner von Dräger Safety. Das Feuer wurde mit Spanplatten entfacht, woraus sich schnell dichter Rauch entwickelte, der ohne Atemschutzgeräte bereits nach wenigen Atemzügen tödlich wäre. Entfellner betonte, wie wichtig es sei, den Brandverlauf und die Entwicklung eines Feuers genau zu beobachten: Bilden sich in der Rauchschicht an der Decke Feuerzungen, stehe die Durchzündung der Rauchgase in einem Feuerball unmittelbar bevor.
Jeder Teilnehmer übte das „Up-and-Down“-Verfahren, bei dem zunächst der heiße Rauch an der Decke gekühlt und anschließend das Feuer am Brandherd gezielt mit einem kurzen Wasserstrahl gelöscht wird.
Nach etwa 20 Minuten in Feuer und Rauch verließen die Einsatzkräfte den Container – mit schweißnassen, geröteten Gesichtern und sichtbaren Abdrücken der Atemschutzmasken. Beteiligt waren Kräfte der Hauptwache sowie der Wehren Happing und Westerndorf Sankt Peter.
Die heißen Sommertemperaturen draußen empfanden die Feuerwehrleute nach dem Einsatz im Container als vergleichsweise kühl.
Die Übung verfolgte auch Oberbürgermeister Abuzar Erdogan als interessierter Beobachter. Stadtbrandrat Hans Meyrl beantwortete dabei seine zahlreichen Fragen fachkundig. Bei der Abschlussrunde bedankte sich Erdogan für den Einsatz der Atemschutzgeräteträger und erklärte: „Auch ich habe heute viel gelernt.“