GRWS investiert 28 Millionen Euro

von Redaktion

Mit einem ersten Spatenstich hat die Gemeinnützige Rosenheimer Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft kürzlich den Bau von 60 neuen Wohnungen in der Mangfallau gestartet. In das Projekt für bezahlbaren Wohnraum fließen rund 28 Millionen Euro. Die Fertigstellung der sechs städtischen Häuser ist für 2028 geplant.

Rosenheim – Der nächste Schritt beim Wohnprojekt „Wohnen Krainstraße Mangfallau“ in Rosenheim ist getan: Mit dem Spatenstich für die Wohngruppe eins hat die Gemeinnützige Rosenheimer Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GRWS) den Bau von drei Häusern mit insgesamt 60 Wohnungen gestartet. Das Gesamtquartier zwischen Krainstraße und Mangfall umfasst 174 Wohnungen. Ein Teil der Bebauung durch Beck & Fraundienst ist bereits realisiert oder befindet sich in der Umsetzung.

Fläche von rund
21.000 Quadratmetern

Vertreter der GRWS, der Stadtverwaltung, des Stadtrats, der Regierung von Oberbayern sowie Architekten und weitere Projektbeteiligte kamen zum offiziellen Spatenstich an der Krainstraße zusammen. Der Termin markierte den Beginn des städtischen Bauabschnitts des neuen Wohnquartiers in Oberwöhr. Das Wohnprojekt entsteht auf einem rund 21.600 Quadratmeter großen Areal zwischen Krainstraße und Mangfall. Die Entwicklung erfolgt in vier sogenannten Wohngruppen.

Die Beck & Fraundienst Wohnbau GmbH & Co. KG errichtet die Wohngruppen zwei und drei mit insgesamt 114 Wohnungen. Die Stadt Rosenheim setzt über ihre Wohnbaugesellschaft GRWS die Wohngruppen eins und vier um. Hier entstehen insgesamt 60 Wohnungen in sechs Häusern.

Der Spatenstich erfolgte nun für die nördlich direkt am Mangfalldamm gelegene Wohngruppe eins. Für die ebenfalls zur Stadt gehörende Wohngruppe vier ist der Baustart im August vorgesehen. Die Fertigstellung der sechs städtischen Häuser ist für 2028 geplant.

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan bezeichnete das Bauprojekt als „richtig und wichtig“. Es sei ein weiterer Schritt, um die angespannte Wohnungssituation in Rosenheim zu verbessern. Der Stadtrat habe sich die Entwicklung der Fläche bereits seit vielen Jahren vorgenommen, sagte Erdogan.

Wie bei vielen Themen habe es jedoch Zeit gebraucht, bis aus der ursprünglichen Vision eine konkrete Umsetzung geworden sei. Mit dem Projekt wolle die Stadt vor allem Menschen aus Rosenheim die Möglichkeit geben, weiterhin in der Region wohnen zu können. Ziel sei es, Wohnraum zu schaffen, der auch zu erschwinglichen Preisen angeboten werden könne, so der Oberbürgermeister.

Die 60 Wohnungen der GRWS entstehen im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderprogramms (KommWFP) und werden durch die Regierung von Oberbayern gefördert. Die Investitionssumme für das Projekt liegt – ohne Grundstückskosten – bei rund 28 Millionen Euro.

Die Entwicklung der Fläche war in den vergangenen Jahren auch von Diskussionen begleitet.

Besonders die Lage in der Mangfallniederung und die Erfahrungen vieler Oberwöhrer mit dem Pfingsthochwasser 2013 spielten dabei eine wichtige Rolle. Die Erinnerungen an das Hochwasser hätten bei Anwohnern verständlicherweise zu Besorgnis geführt, sagte Erdogan.

Gleichzeitig verwies er darauf, dass die möglichen Auswirkungen des Bauvorhabens im Rahmen des Verfahrens durch Gutachten und Untersuchungen sorgfältig geprüft worden seien. „Eine Verwaltung plant nicht willkürlich. Jegliche Eventualitäten vorzubeugen ist gesetzliche Pflicht“, sagte der Oberbürgermeister. Die Lage des Baugebiets bringt tatsächlich besondere Anforderungen mit sich. Aufgrund der Nähe zur Mangfall und schwankender Grundwasserstände kommen für Keller und Tiefgaragen sogenannte weiße Wannen aus wasserundurchlässigem Stahlbeton zum Einsatz.

Anschluss an
Fernwärmenetz

Das Quartier wird an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Rosenheim angeschlossen. Geplant sind außerdem je Wohnbereich eine Tiefgarage, ein Kinderspielplatz sowie Fuß- und Radwegeverbindungen zur Mangfall.

Mit dem Start der Arbeiten an der Wohngruppe eins beginnt nun auch die Umsetzung des städtischen Teils des Quartiers. Im August soll mit der Wohngruppe vier der nächste Bauabschnitt folgen.

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