Rosenheim – Das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) „Schule am Gries“ in Rosenheim hat kürzlich seine langjährige Schulleiterin Dagmar Klotzbücher offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Nach fast 40 Jahren im Beruf – seit 1989 als Lehrerin an der Schule und seit 2014 als deren Leiterin – endet damit eine prägende Ära für die Einrichtung.
Zu der Abschiedsfeier geladen waren neben dem Elternbeirat und dem Förderverein der Schule auch die Schulleitungen der Schulen der Region sowie Vertreter der Stadt Rosenheim, der Regierung von Oberbayern und des Schulamtes. Viele nutzten die Gelegenheit, um persönliche Worte an die scheidende Schulleiterin zu richten.
Die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Rosenheim, Gabriele Leicht, war dabei nicht nur in offizieller Funktion geladen, sondern auch als langjährige Bekannte von Klotzbücher – die Töchter der beiden seien lange eng befreundet gewesen. In ihrer Rede erinnerte Leicht an Momente aus Klotzbüchers Amtszeit, darunter eine Rasenmäherfahrt im Schulgarten zu deren 50. Geburtstag. Klotzbücher habe die Schule laut Leicht „mit größtem Einsatz und Engagement geleitet“; die individuelle Förderung der Schüler sei ihr stets ein besonderes Anliegen gewesen.
Auch die Schüler selbst hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: Der Schulchor eröffnete die Feierlichkeiten mit dem Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“, Schüler der Ganztagsklassen zeigten ihr tänzerisches Können mit einer „Abschiedschoreo“ und die ersten und zweiten Klassen boten das Lied „Hand in Hand“ mit Gesang und Bewegung dar. Eine besondere Überraschung lieferte die Tochter der scheidenden Schulleiterin, die als professionelle Sängerin zwei schwedische Lieder zum Besten gab. Zahlreiche Blumensträuße wurden überreicht und viele Umarmungen verteilt. Ein Satz war dabei immer wieder zu hören: „Du wirst eine große Lücke hinterlassen.“
Als Klotzbücher schließlich selbst ans Rednerpult trat, hatte sie vor Rührung Tränen in den Augen. Sie begann ihre Rede mit einer langen Reihe von Danksagungen und erklärte, sie habe an der Schule insgesamt die längste Zeit ihrer beruflichen Laufbahn gearbeitet. Die „sehr wertschätzenden Worte“ und die Mühen, die in die Vorbereitung der Abschiedsfeier geflossen seien, hätten sie tief bewegt. Die geplante offizielle Übergabe der Amtsgeschäfte an ihren Nachfolger Bernd Glashauser konnte an diesem Tag nicht stattfinden, da dieser erkrankt war. „Ich habe meine Festplatte mit allen wichtigen Daten mit einer Schleife eingepackt und jetzt eigentlich an meinen Nachfolger überreichen wollen“, sagte Klotzbücher. Die Festplatte verbleibe vorerst im Büro; die Übergabe soll zu einem späteren Zeitpunkt ohne Publikum nachgeholt werden. Klotzbücher betonte jedoch, dass sie ihr Amt auf jeden Fall „mit einem guten Gefühl“ an ihren Nachfolger übergeben könne. Sofie Onnasch