650 Gäste feiern das Leben

von Redaktion

Sommerkonzert am Karolinen-Gymnasium in Rosenheim

Rosenheim – Von James-Bond-Klängen bis zum Pop-Hit „Viva la Vida“: Beim diesjährigen Sommerkonzert des Karolinen-Gymnasiums Rosenheim erlebten die Besucher ein breit gefächertes musikalisches Programm. Wie das Karolinen-Gymnasium Rosenheim in einer Pressemitteilung berichtet, lockte die Veranstaltung am Donnerstag- und Freitagabend insgesamt rund 650 Zuhörer in die Mensa der Schule.

Den Auftakt bildete spannende Filmmusik: Das Schulorchester unter der Leitung von Rainer Heilmann-Mirow spielte die Titelmusik der James-Bond-Filme sowie Melodien aus „Indiana Jones“ mit konzentrierter Spannung. Anschließend setzte das Blechbläserensemble mit der „Fanfare for Rocky“ fort – in einem eigens für das Ensemble geschriebenen Arrangement von Gerrit Arntz, der die Gruppe auch leitet. Mit deutlich zarteren Klangfarben folgte das Flötenensemble aus sechs Flötistinnen, die sich Charles Lesaffres „Arcadia“ vornahmen und durch präzises Zusammenspiel überzeugten.

Klassische Klänge
und familiäre Duette

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte das Streichquartett mit Anna Schrank an der ersten Violine, Franziska Schroeder an der zweiten Violine, Clara Scharbert an der Viola und Lilly Schmid am Cello. Sie führten das Streichquartett B-Dur (KV 159) von Wolfgang Amadeus Mozart auf – eine ungewöhnliche Komposition mit einem besonders schnellen Mittelsatz, die laut Mitteilung mit Bravour gemeistert wurde.

Auch eine besondere Familienkonstellation stand auf der Bühne: Laura Paas, die vor Kurzem am Karolinen-Gymnasium ihr Abitur abgelegt hat und bereits aus früheren Konzerten als Blockflötenvirtuosin bekannt ist, brachte diesmal ihren jüngeren Bruder David Paas aus der fünften Jahrgangsstufe mit. Gemeinsam spielten die Geschwister ein Flötenduo von Georg Philipp Telemann. In ihrer anschließenden Solodarbietung präsentierte Laura Paas mit „Kaze no kyoku – Music of the winds“ des zeitgenössischen japanischen Komponisten Sotei Satoh ein ungewöhnliches Stück, das den Klang des Windes und des menschlichen Atems nachempfindet und auch Stille hörbar werden lässt. Sie habe das Werk auf professionellem Niveau gemeistert, heißt es in der Mitteilung.

Stimmgewaltige Chöre und
ausdrucksstarke Solisten

Mitreißende Chormusik steuerten der Unterstufenchor, das Vokalensemble der Jahrgangsstufen Q12/13 sowie der große Chor der Jahrgangsstufen 8 bis 13 bei – alle unter der Leitung von Edith Kaltenbrunner. Das Repertoire reichte von traditionellen Liedern bis zu Pop-Klassikern wie „Bridge over Troubled Water“ und „Viva la Vida“. Besondere emotionale Wirkung entfaltete Brendan Grahams Ballade „You raise me up“, da die Abiturienten der Jahrgangsstufe Q13 hier zum letzten Mal in einem Schulkonzert auftraten. Dies sei, wie es in der Pressemitteilung heißt, auch bei vielen anderen Ensembles als Zeichen der Verbundenheit mit der Schule zu beobachten gewesen.

Für präzises und konzentriertes Zusammenspiel stand einmal mehr das von Christoph Leonbacher geleitete Rhythmusensemble, das mit kreativen Arrangements begeisterte. Weitere Solobeiträge bereicherten das Programm: Die junge Pianistin Sarra Zabilskaya beeindruckte mit einer technisch anspruchsvollen Etüde, Ella Sonnabend brachte Chopins Nocturne in e-Moll mit fein dosierten dynamischen Steigerungen zur Geltung, und Felicitas Mirow präsentierte Olivia Deans „So easy (to fall in love)“ mit stimmlichem Können und souveräner Bühnenpräsenz.

Rockiges Finale und
Kunst in der Pause

Den kraftvollen Schlusspunkt setzte die von Gerrit Arntz geleitete Schulband mit ABBAs „Mamma Mia“ und „Soul with a capital S“ der Funkband Tower of Power. Fette Gitarrenklänge sowie scharfe Bläser-Riffs rissen das Publikum mit, das die Band nicht ohne Zugabe nach Hause gehen ließ. Bereichert wurde der Abend zudem durch eine Ausstellung ausgewählter Schülerarbeiten, die die Besucher während der Pause in der Eingangshalle des Gymnasiums betrachten konnten. Am Ende dankte die Schule allen Musikern, den betreuenden Lehrkräften, der Bühnentechnik sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die den Konzertabend ermöglicht hatten.

Artikel 4 von 7