Rosenheimer Herbstfest vor dem Start

von Redaktion

Ausblick auf neue Attraktionen – Fahrpreise bleiben stabil – Mass Bier für 13,40 Euro – Sicherheit per App

Rosenheim – Die Vorfreude in der Stadt steigt – auch bei Klaus Hertreiter. Der Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbands (WV) hat zur traditionellen Pressekonferenz geladen, um über die Neuheiten auf dem Rosenheimer Herbstfest zu informieren. Und davon gibt es heuer reichlich, besonders bei den Fahrgeschäften.

Erstmals auf dem Herbstfest vertreten ist das Rundfahrgeschäft „Mama Caramba“, in dem 32 Personen ordentlich durchgeschüttelt werden. Wer hier den Halt nicht verlieren möchte, muss sich gut festhalten. Ruhiger, aber nicht weniger spannend geht es beim neuen Spielgeschäft „Fliegende Frösche“ von Emilio Bügler zu. Bei dem Geschicklichkeitsspiel sind Treffsicherheit, Konzentration und eine ruhige Hand gefragt.

Es wird wieder auf
Altbewährtes gesetzt

„Wir haben aber auch vieles, was sich in den Vorjahren bereits bewährt hat“, verrät Hertreiter. So kehrt nach vielen Jahren das Laufgeschäft „Krumm & Schiefbau“ der Familie Hartmann zurück. Die Attraktion sorgt mit schrägen Ebenen, beweglichen Elementen und überraschenden Hindernissen für Unterhaltung.

Gruselfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Mit der „Geistervilla“ feiert eine neue Geisterbahn ihr Debüt auf dem Herbstfest. Auf Familien wartet zudem eine Reise durch die farbenfrohe Dschungelwelt von „Moglis Traumfahrt“. Auch die beliebte „Wilde Maus“ der Familie Münch ist wieder vor Ort. Besonders groß ist die Erleichterung beim Fahrgeschäft „Rotor“. Im vergangenen Jahr verhinderte ein Verkehrsunfall die Teilnahme in letzter Sekunde. „Wir sind guter Dinge, dass wir den ‚Rotor‘ in diesem Jahr auf dem Herbstfest begrüßen können“, sagt Hertreiter. Die Aufbauarbeiten starten bereits in der kommenden Woche. Kulinarisch gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Der „Würstl-Prinz“ von Anna Maria Fahrenschon zieht auf einen neuen Standort und hat sein Angebot ausgebaut. Erfreulich für die Geldbörse der Besucher: Die Fahrpreise bleiben mit zwei bis vier Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres. „Das ist bundesweit einmalig“, betont Hertreiter.

Auch im Gastronomiebereich gibt es kaum Teuerungen, lediglich der Bierpreis wurde minimal angepasst. Die Mass kostet in der Auerbräu-Festhalle heuer 13,40 Euro, im Flötzinger-Festzelt liegt der Preis bei 13,60 Euro. Keine Veränderungen gibt es trotz logistischer Herausforderungen beim traditionellen Festeinzug. Wegen aktueller Baustellen in der Bahnhofstraße, der Münchener Straße und der Kaiserstraße musste im Hintergrund intensiv geplant werden. „Wir haben gemeinsam eine Lösung gefunden, sodass alles wie immer stattfinden kann“, so der WV-Geschäftsführer.

Der Startschuss fällt am Samstag, 29. August, um 11 Uhr. Der Festzug führt vom Bahnhof über den Max-Josefs-Platz und den Ludwigsplatz hin zur Loretowiese. Nach den Eröffnungsreden vor dem Glückshafen folgt der offizielle Anstich: Landrat Otto Lederer zapft im Flötzinger-Festzelt an, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in der Auerbräu-Festhalle.

Ebenfalls wieder stattfinden werden die Familientage am Mittwoch, das Erntedankfest am Sonntag, 6. September, der Schausteller-Gottesdienst am Dienstag, 9. September, sowie das Feuerwerk am Donnerstag, 10. September, um 21 Uhr. Auch sportlich ist einiges geboten: Neben dem Herbstfest-Boxen in der Auerbräu-Festhalle stehen unter anderem der Flötzinger Wiesn-Cup beim Sportbund, ein Eisschießturnier, das Hockey-Herbstfestturnier sowie eine Regatta des Chiemsee Yacht-Clubs auf dem Programm.

Hinter den Kulissen laufen die Abstimmungen mit der Polizei bereits seit einigen Monaten. „Der Druck wird immer höher“, gesteht Hertreiter mit Blick auf die Sicherheitslage. Dennoch sei man bestens vorbereitet. Eine echte Neuerung: Das gesamte Gelände wird zur „SafeNow-Zone“. Über eine Smartphone-App können Besucher im Ernstfall mit nur einem Klick direkt das Sicherheitspersonal alarmieren. Das System wird bereits von über einer Million Nutzern weltweit genutzt, unter anderem auf dem Münchner Oktoberfest.

Für eine entspannte An- und Abreise sorgen erweiterte Bus- und Regionalverbindungen sowie Sonderzüge. Der „Promilleexpress“ ist wieder im Einsatz, zudem fahren die Stadtbusse in Rosenheim an den Herbstfest-Sonntagen. Ein optisches Highlight wartet an den Straßenrändern: Erstmals wird es eine eigene Herbstfest-Fußgängerampel geben. An der Kreuzung zur Kaiserstraße und beim Kindergarten Löwenzahn weichen die klassischen Ampelmännchen kreativen Herbstfest-Motiven.

Nachhaltigkeit spielt
eine wichtige Rolle

Großen Wert legen die Veranstalter auf die Nachhaltigkeit. Zum dritten Mal wird auf den freiwilligen Verzicht von Trostpreisen gesetzt, um Müll zu vermeiden. Stattdessen können gewonnene Wertmarken für den guten Zweck gespendet werden. Ganz neu ist die Kooperation mit „Capcycle“: In den Gastronomiebetrieben werden Sammelstellen für Kronkorken eingerichtet. Die recycelbaren Wertstoffe werden dem Kreislauf zurückgeführt, der Erlös kommt gemeinnützigen Organisationen zugute.

Dass das Rosenheimer Herbstfest eine Erfolgsgeschichte bleibt, zeigt auch der Blick auf die Bewerberzahlen: Aus rund 500 Bewerbungen musste der Wirtschaftliche Verband 68 Betriebe auswählen. „Die Schausteller investieren sehr viel“, freut sich Hertreiter und blickt bereits in die Zukunft – einige Betriebe hätten schon jetzt neue Fahrgeschäfte für das kommende Jahr angekündigt.

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