Illegales Rennen: Konsequenzen für die Raser

von Redaktion

Aufheulende Motoren und quietschende Reifen: Direkt neben einer roten Ampel in der Münchener Straße in Rosenheim starteten zwei Raser am vergangenen Freitag ein illegales Duell. Was sie offenbar übersahen: Nur wenige Meter weiter wartete eine Polizeistreife. Für die beiden Männer könnte es das vorerst letzte Rennen gewesen sein.

Rosenheim – Etwas überrascht waren die beiden Polizisten am vergangenen Freitagabend dann doch. Sie befanden sich gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz und mussten an einer roten Ampel in der Münchener Straße warten. Nur wenige Meter von ihnen entfernt, auf der anderen Straßenseite, rasten plötzlich zwei Autofahrer an ihnen vorbei – mit aufheulenden Motoren, quietschenden Reifen und einer Geschwindigkeit von über 90 Stundenkilometern. Erlaubt sind an dieser Stelle eigentlich nur 50 km/h.

Geschwindigkeit
von über 100 km/h

„Die Kollegen mussten warten, bis es grün wurde. Erst dann konnten sie die Verfolgung aufnehmen“, erklärt Hauptkommissar Robert Maurer wenige Tage später am Telefon. Von der Äußeren Münchener Straße ging es in die Georg-Aicher-Straße und weiter nach Kolbermoor. „Zwischenzeitlich hatten die beiden eine Geschwindigkeit von 100 km/h“, sagt Maurer.

Fahrzeuge nun
in Polizeigewahrsam

In der Carl-Jordan-Straße kamen die beiden Fahrer schließlich auf einem Parkplatz zum Stehen. Im Rahmen der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich bei den Fahrern, um einen 24-Jährigen und einen 18-Jährigen handelte.

Noch vor Ort wurden die Führerscheine sichergestellt. Die Fahrzeuge wurden abgeschleppt und befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam. „Wir prüfen jetzt, ob die Voraussetzungen der weiteren Einziehung vorliegen“, sagt Maurer. In anderen Worten: Es wird geprüft, ob die beiden Raser ihre Autos wiederbekommen oder ob sie verkauft, versteigert oder verschrottet werden. „Diese Entscheidung liegt jetzt aber bei der Justiz“, ergänzt der Hauptkommissar. Technische Veränderungen an den Fahrzeugen hätten ihm zufolge nicht festgestellt werden können. Gegen die beiden Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. In der Regel drohen bei diesen Vergehen empfindliche Geldstrafen, eine Freiheitsstrafe oder der dauerhafte Verlust des Führerscheins sowie des Autos.

13 Autorennen
in Rosenheim im Jahr 2025

Autorennen kommen in Rosenheim immer wieder vor. Das zeigt ein Blick auf die Statistik. Im vergangenen Jahr hat es im Dienstbereich der Polizeiinspektion Rosenheim insgesamt 13 Autorennen gegeben. In diesem Jahr waren es bislang drei. „Wir können einen Rückgang verzeichnen, was sicherlich auch an unseren Kontrollen liegt“, sagt Maurer. Schwerpunkte gibt es vor allem in der Äußeren Münchener Straße, aber auch in der Kufsteiner Straße sowie in der Innenstadt. Hier sind Maurer und seine Kollegen mehrmals in der Woche vor Ort, um Raser aus dem Verkehr zu ziehen. „Wir haben im vergangenen Jahr insgesamt über 100 Ermittlungsverfahren im Bereich der Verkehrsdelikte eingeleitet“, fügt der Hauptkommissar hinzu.

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