Rosenheim – Mit einem Schlag des Hammers auf den Zapfhahn und dem Ruf „O’zapft is“ eröffnete das Rosenheimer Herbstfest – und die Polizei hatte vom ersten Moment an alle Hände voll zu tun.
Am vergangenen Samstag starteten die Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim und der Wiesnwache in 16 ereignisreiche Arbeitstage. Trotz einiger Zwischenfälle zieht die Polizei insgesamt ein überwiegend positives Fazit des Festauftakts. Das erste Wiesnverbot sprachen die Einsatzkräfte kurz vor 16 Uhr aus. Ein 32-jähriger Mann aus Niederösterreich verhielt sich in einem Zeltbetrieb aufbrausend und wies laut Polizeiangaben einen Alkoholwert von knapp drei Promille auf.
Rund 30 Minuten später folgte das zweite Verbot: Ein 33-jähriger Mann aus Schonstett versuchte trotz einer Alkoholisierung von rund zwei Promille wiederholt, in einen Almbetrieb zu gelangen. Sein uneinsichtiges und flegelhaftes Verhalten besiegelte das Verbot.
Gegen 18.30 Uhr kam es in einem Wirtsbetrieb zu Gerangel und Schubserei. Wie die Polizeiinspektion Rosenheim mitteilt, gerieten zwei Männer aus Innsbruck – im Alter von 23 und 26 Jahren, jeweils mit über zwei Promille – auf dem Weg zu den Toiletten mit zwei 29-jährigen Männern aus Traunstein in Streit, die ihrerseits mit rund einem Promille gemessen wurden. Die Wiesnwache beendete die Auseinandersetzung und sprach gegen alle vier Beteiligten ein Wiesnverbot aus.
Ein 23-jähriger Mann aus Imst in Österreich fiel dadurch auf, dass er eine aufgestellte Mülltonne nahm und diese auf dem Festgelände herumwarf.
Mit über zwei Promille alkoholisiert verhielt er sich gegenüber der Wiesnwache aggressiv und aufbrausend, weshalb auch er ein Wiesnverbot erhielt.
Zu einem tätlichen Angriff auf Einsatzkräfte kam es bei einem 37-jährigen Mann aus Kolbermoor. Nachdem der Sicherheitsdienst ihn aus einem Zeltbetrieb verwiesen hatte, nahm die Wiesnwache ihn in Empfang, um seine Daten zu erheben.
Der Mann verweigerte dies mit den Worten „Ihr ned“. Bei der anschließenden Durchsuchung schlug er auf die Einsatzkräfte ein und musste gefesselt werden. Die Nacht verbrachte er in einer Ausnüchterungszelle. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Bei einem weiteren Vorfall gerieten zwei Männer aus dem Landkreis Rosenheim in einer Box eines Festbetriebs in Streit. Nach gegenseitigen Beleidigungen kam es zu Schubsereien und Schlägen. Die Polizei beendete die Auseinandersetzung und sprach gegen beide ein Wiesnverbot aus. Konsequent ging die Rosenheimer Polizei laut eigenen Angaben auch gegen Parkverstöße vor: Insgesamt elf Fahrzeuge wurden abgeschleppt, weil sie unberechtigt auf Behindertenparkplätzen oder in Rettungswegen abgestellt worden waren.