Herbstfest-Stimmung im Roten Schulhaus

von Redaktion

Senioren feiern eigene Wiesn in Stephanskirchen

Stephanskirchen – Beim ersten Rosenheimer Herbstfestwochenende hat die Seniorenbegegnungsstätte Stephanskirchen (SBS) am Dienstag (1. September) in ihren Vereinsräumen im Roten Schulhaus einen „Wiesnbetrieb“ veranstaltet. Es war bereits die fünfte Ausgabe dieser Veranstaltung, wie die SBS mitteilt.

Das ehemalige Klassenzimmer, in dem einige der Senioren vor fast 70 Jahren ihre Schulzeit verbracht hatten, bildete den festlichen Rahmen für den Nachmittag. Gisela Stanek hatte den Raum geschmückt und bildete gemeinsam mit Monika Zimmert den Küchendienst. Die beiden servierten den Gästen im vollen Vereinsheim im ersten Gang Leberkäse mit Brezen sowie Kaltgetränke und im zweiten Gang Kaffee mit Kuchen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten Anneliese und Klaus Jakubik sowie Fritz Federkiel mit bayerischer Musik, die zunächst Volksfeststimmung aufkommen ließ und die Gäste zum Mitklatschen animierte.

Im zweiten Teil des Programms erklangen Schlager aus der Jugendzeit der Besucher.

Der Waliser Vian Lloyd trug dabei „Delilah“ von seinem Landsmann Tom Jones in seiner Interpretation vor, und Ursula Wingenfeld sang den bekannten Schlager „Ein schöner Tag“ von Lena Valaitis.

Vorsitzende Cornelia Gerner-Elsässer begrüßte die Gäste mit einem humorvollen Vergleich: „Ich freue mich, Sie heute zu unserer fünften Wiesn begrüßen zu dürfen, in Rosenheim feiern sie die 165. Wiesn. So viele werden wir nicht mehr zusammen bringen.“

Anschließend las sie eine Geschichte über das Münchner Oktoberfest aus der Sicht eines Bochumer Buben vor. Viele Besucherinnen erschienen in Dirndl, einige Herren in Lederhosen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt gegen Ende der Veranstaltung Ehrengast Willi Bergmeister senior, der trotz Seh- und Hörverlust eigens aus seinem Seniorenheim in Prutting angereist war und kurz zuvor seinen 88. Geburtstag gefeiert hatte. Als die Musikanten ihm zu Ehren das Lied von den Caprifischern spielten, war er sichtlich gerührt. „Die haben das nur wegen mir vorgetragen“, freute er sich.

Am Ende zog Cornelia Gerner-Elsässer ein stolzes Fazit: „Wir können eine solche Veranstaltung wie heute und an den Freitagen unseren Mitbürgern nur anbieten, weil in unserem Verein das Arbeits- oder Helferteam vorbehaltlos zusammenhält.“

Diesen Zusammenhalt stellten alle Mitwirkenden und Helfer noch einmal unter Beweis, als das ehemalige Klassenzimmer und die Küche in kurzer Zeit wieder in die normale Sitzordnung gebracht wurden. red

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