„Mein Lokal, Dein Lokal“

von Redaktion

Landgasthaus Suranger überzeugt im TV-Duell

Xaver Eichstädter

Amerang – Punktemäßig legte der „Post Kurbe“ aus Au bei Bad Feilnbach am Montag schon gehörig vor, aber der Auftritt vom Landgasthaus Suranger war noch stärker: In der Folge von „Mein Lokal, Dein Lokal“ (Kabel Eins) holte das Ameranger Wirtshaus einen Zähler mehr und kam auf 36 Punkte. Markus Schmiedhuber und sein Küchenchef Rolf hatten in der Folge vom Dienstag (1. September) viel zu strahlen. Wird das noch übertroffen oder gehört den beiden damit schon der Wochensieg?

Moderator und Sternekoch Robin Pietsch zeigte sich überhaupt erstaunt: 450 Plätze sind’s – dazu dann auch noch eine wirklich große Speisekarte. „Das hätte ich nicht erwartet“, so Pietsch. Und: ein Koch der alten Schule. Küchenchef Rolf „kocht wie früher“, meinte Pietsch. Beim Burgunderbraten mit gemischten Knödeln und Blaukraut für den Sternekoch legte sich Rolf richtig ins Zeug. „Besser als bei Oma“, sei das Kraut gewesen, sagte Pietsch mit etwas schlechtem Gewissen in die Kamera. Das Fazit des Moderators: „Bleibt genauso wie ihr seid und, Rolf, bleib lange am Herd.“

Markus Schmiedhubers Mitbewerber waren bei der Ankunft im Landgasthaus gleich begeistert: „Die Lage ist ja traumhaft“, so Julia vom Siegsdorfer Mesnerwirt: „Liegt idyllisch, es ist leise, da kommt Urlaubsstimmung auf.“ Hannes vom „Post Kurbe“ brachte es mit zwei Wörtern auf den Punkt: „Guad gmiatlich.“ Überhaupt betonte Markus Schmiedhuber immer wieder die Wichtigkeit des Landgasthaus-Konzepts. „Ich will die bayerische Wirtshauskultur erhalten“ – heißt: Gastfreundschaft, ein Biergarten mit Kastanien, Kellnerinnen im Dirndl, eine urige Einrichtung und Schnitzel, Schweinsbraten, Wurstsalat.

Ans Essen: Für Andi vom Kössener „Klobenstein“ gab’s Spargelcremesuppe, Spareribs („das Fleisch löst sich wunderbar vom Knochen“) oder Joghurtmousse. Der Spargelsalat mit Roastbeef für Julia war „sehr gut und schön rosa“, und ihr Zwiebelrostbraten „zwar nicht ganz medium-rare, aber mit guter Fleischqualität“. Und Andi kam, wie auch Moderator Pietsch, beim Blaukraut vom Burgunderbraten voll ins Schwärmen. Gemäkelt wurde nur an Kleinigkeiten, wie einer „zu lasch gewürzten“ Leberspätzlesuppe von Hannes oder einem Wurstsalat, dem „die Säure fehlt“, wie bei Martin vom Raitner Wirt.

Die nächste Überraschung dann beim Dessert: Armagnac-Pflaumen für Hannes. „Auch im Biergarten darf man ja mal was Neues ausprobieren.“ Geschmeckt hat‘s ihm dann aber nicht. „Das holt mich gar nicht ab und ist nicht meins. Und die Bitternote von dem Weinbrand verstehe ich nicht.“ Klar, dafür gab‘s einen Punkt Abzug. Trotzdem waren es von ihm acht Punkte, von Martin und Julia jeweils neun und Andi vergab glatt zehn. Mit den 36 Punkten liegt das Landgasthaus Suranger jetzt also vorn. Zum Ende der Woche wird aber auch Sternekoch Robin Pietsch noch seine Punkte vergeben – und womöglich das Zünglein an der Waage sein.

Nochmal große Augen machten die vier Wirte bei der Rechnung: Alle drei Gänge und die Getränke für 196,60 Euro. Von einem „Oberhammer“ war da die Rede und von „unschlagbarem“ Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn auch die Portionen schienen Markus Schmiedhubers Kollegen oft groß genug. „Ich bin sehr stolz auf alle Gastronomen“, freute sich Moderator Pietsch. Alles laufe harmonisch und fair ab. „Diese bayerische Mentalität ist klasse.“ Ob das so weitergeht? Als Nächstes muss sich Martin Heindl vom Raitner Wirt bei Schleching beweisen. Xaver Eichstädter

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