Rosenheim – Der Schock sitzt tief. Auch Stunden danach. Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Donnerstagmorgen (10. September) eine Sauna in einem Fitnessstudio im Kirchenweg in Vollbrand geraten. Als das Feuer ausbrach, befanden sich 30 Personen im Gebäude. „Zum Glück wurde niemand verletzt“, sagt eine Mitarbeiterin des Studios am Telefon.
Sie und ihre Kollegen seien den gesamten Vormittag damit beschäftigt gewesen, Termine und Behandlungen abzusagen. Seit gestern, Freitag, läuft der Betrieb wieder, allerdings ohne Umkleiden, Ruheraum und Duschen. „Dort ist noch immer alles voller Ruß. Außerdem hängt der Brandgeruch in der Luft“, fügt die Mitarbeiterin hinzu.
Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist im Moment noch unklar. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Insgesamt waren etwa 40 Feuerwehrleute aus Happing, Aising und Rosenheim im Einsatz. „Zur Brandbekämpfung wurden zwei Trupps mit umluftunabhängigem Atemschutz eingesetzt: Ein Trupp ging im Innenangriff vor, ein weiterer löschte über ein Fenster von außen“, sagt Stadtbrandinspektor Mario Zimmermann, der als Einsatzleiter vor Ort war.
Er erinnert daran, dass Kellerbrände immer eine gewisse Herausforderung mit sich bringen würden. „Die Einsatzkräfte müssen der aufsteigenden Hitze entgegengehen“, erklärt er. Im Keller würden aufgrund des Brandes sehr hohe Temperaturen herrschen. „Diese konnten durch die gezielten Löschmaßnahmen und die Belüftung der Kellerräume aber rasch gesenkt werden“, sagt er.
Nach rund zwei Stunden konnte der Brand gelöscht werden. Die Polizei vermutet, dass der Sachschaden im sechsstelligen Bereich liegen wird.