Flintsbach – „25 Jahre Pfarrmuseum – Ein Festtag für Geschichte und Gemeinschaft“: Flintsbach bereitet sich auf ein Jubiläum vor, das den Ort und seine kulturellen Wurzeln sichtbar machen wird – und allen Interessierten einen seltenen Blick in seine Geschichte eröffnet. Am Sonntag (4. Oktober) wird der Ort für einen Tag zu einem stillen Schauplatz seiner eigenen Geschichte. Der Freundeskreis Pfarrmuseum begeht sein 25-jähriges Bestehen und verbindet das Jubiläum mit dem Erntedankfest, das seit jeher zu den festen Momenten im Jahreslauf gehört.
Der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin beginnt um 9 Uhr, gefolgt von der Mini-Brot-Aktion, die den Erntedankgedanken in eine kleine, aber sprechende Geste übersetzt. Anschließend lädt ein Empfang im Pfarrheim zum Austausch ein. Wenn das Wetter mitspielt, spielt die Musikkapelle Flintsbach im Freien; die „Plattlerkinder“ setzen einen lokalen Akzent. Die Bewirtung erfolgt je nach Witterung draußen oder im Pfarrheim. Im Laufe des Tages öffnet das Pfarrmuseum seine Räume und zeigt, was die Sammlung über ein Vierteljahrhundert hinweg zusammengetragen hat. Kirchen- und Orgelführungen, Rundgänge über den historischen Friedhof und die Besichtigung der Allerheiligenkapelle geben Einblick in die religiöse und kulturelle Entwicklung des Ortes.
In der Kirche fallen die Rosenkranzfahnen ins Auge, in Kapelle und Museum die ausgewählten Exponate: Funde aus der Kelten- und Römerzeit vom Petersberg, Werke heimischer Künstler und liturgische Gegenstände wie Paramente, Monstranzen und Kelche. Sie zeigen, wie eng Glauben, Handwerk und regionale Geschichte in Flintsbach miteinander verwoben sind.
Der Freundeskreis, der das Museum seit einem Vierteljahrhundert trägt, versteht das Jubiläum als Gelegenheit, die besondere Atmosphäre des Hauses neu zu öffnen. Die ehrenamtliche Arbeit, die meist im Hintergrund bleibt, prägt den Charakter des Museums: ein behutsamer Blick auf die Vergangenheit, der ohne Pathos auskommt und dennoch eine stille Kraft entfaltet. So wird der Sonntag (4. Oktober) zu einem Tag der Begegnung – zwischen Menschen, Zeiten und den Spuren der Geschichte, die im heutigen Leben des Ortes weiterwirken.