Brannenburg – Statt kostenintensiver Erneuerung wählt die Gemeinde Brannenburg seit einigen Jahren eine Sanierung von Ortsstraßen in einem Drei-Schritte-Verfahren. Zuerst werden, falls erforderlich, Quer- und Längsrisse mit einem Fugenverguss aus Bitumen verfüllt.
In Schritt zwei, so Vorarbeiter Michael Truger von der Spezialfirma Bayerische-Bitumen-Chemie (Babic), wird ein sogenanntes Vorprofil aus einem 75 Grad heißen Heißmischgut erstellt. Zusätzlich wird der Bestandsbelag mit einem Haftkleber vorbehandelt. Für den Laien sieht das Ergebnis wie eine dünne Teerdecke aus.
Nach einigen Tagen „Ruhe“ erfolgt als dritter Schritt die Oberflächenbehandlung. Dazu wird von einem Lkw, der durch ausfahrbare Gerätschaften eine Breite von bis zu acht Metern abdecken kann, wiederum ein 75 Grad heißes Bitumen aufgesprüht. In einigen Metern Abstand folgen, je nach Straßenbreite, ein oder zwei Lkw in Rückwärtsfahrt, die aus ihren schräg gestellten Kippern über eine Dosierungsleiste Diabas aufsplitten. Schlussendlich drückt eine Straßenwalze den Diabas fest in das Bitumen. Nach rund zehn Tagen Abbindezeit, so Michael Truger, werden die losen Steinchen abgefegt beziehungsweise aufgesaugt.
In Brannenburg erfolgte die Sanierung in der Thomastraße überwiegend als Teilsanierung im Mittelteil der Straße sowie in der Kirchenstraße und in Thann. Bei den beiden letzten Straßen wurde die Sanierung mehrheitlich vollformatig über die gesamte Straßenbreite durchgeführt. Die Firma Babic aus dem Landkreis Landsberg am Lech konnte den Auftrag in Brannenburg mit einem weiteren Auftrag der Gemeinde Raubling verbinden; hier wurden unter anderem die Verbindungsstraßen zwischen Spöck (Großholzhausen) und Raubling sowie im Bereich Thalreit bis Reischenhart bearbeitet.
Die nächsten zehn Jahre sollten keine weiteren Ausbesserungen notwendig werden, so Bauleiter Truger abschließend. Aber: „Irgendwann ist eine Vollsanierung unausweichlich.“