Österreich-Abend im Mangfallpark

von Redaktion

Der Wiener Sänger Rian und das Austro-Pop-Duo Edmund haben am Donnerstag, 16. Juli, das Rosenheimer Sommerfestival erobert. Mit einer Mischung aus Humor und Schmuse-Hits begeisterten sie die Zuschauer im Mangfallpark.

Rian in Fahrt.

Rosenheim – Der vierte Abend auf dem Rosenheimer Sommerfestival stand ganz im Zeichen unserer Nachbarn. Denn mit dem aus Kärnten stammenden Sänger Rian und dem Austro-Pop-Duo Edmund standen am Donnerstagabend (16. Juli) insgesamt gleich drei Künstler aus Österreich auf der Bühne im Mangfallpark. Verständigungsschwierigkeiten gab es aber – wie anfangs von Rian befürchtet – glücklicherweise nicht. Den kärntnerischen Dialekt können die meisten Rosenheimer noch entziffern. Und so startete Rian den Abend mit einer gehörigen Portion Humor.

So berichtete er auf der Bühne beispielsweise von seinem Hamster namens Johannes, den er als Kind hatte. „Wir haben sehr intensive, aber sehr kurze Jahre miteinander verbracht“, erzählt Rian.

Die Käfigtür von „Jojo“, wie er das Tier wohl nannte, sei immer offen gestanden. Somit habe es sich der Hamster überall bequem machen können. Doch genau das wurde ihm zum Verhängnis – denn Rian hatte damals auch eine Hausstauballergie, wegen der er oft staubsaugen musste, wie er berichtete. „Ich glaube, ich hab den Jojo irgendwann aufgestaubsaugt..“, sagte Rian mit gebrochener Stimme. Und kündigte mit dieser Geschichte und einem Augenzwinkern das Lied „Dumm gelaufen“ an.

Und wie schon die beiden Jungs von SDP ließ auch der Österreicher es sich nicht nehmen, ein Rosenheim-Wortspiel in seine Show einzubauen. „Stellt euch mal vor, Rian verliebt sich unsterblich in eine Dame aus Rosenheim“, sagte er. Dann würde er in ein Blumengeschäft gehen und sagen: „Ja, es müssen Rosen sein. Für die Dame aus Rosenheim, da bring ich heute Rosen heim“, sang er schließlich. Wann es diesen Hit zu streamen geben wird, ließ er allerdings offen. Und nicht nur ein paar eigens für Rosenheim komponierte Strophen brachte Rian mit. Nein, er kündigte auch gleich seine nächste Show in der Stadt an. Am 12. Dezember kommt er zurück – für eine Weihnachtsshow in der Auerbräu-Festhalle.

Zum Abschluss und zur großen Freude der großen – und auch der zahlreichen kleinen – Fans an diesem Abend, spielte Rian dann natürlich noch seinen Mega-Hit „Verwandtschaftstreffen“, bei dem der Mangfallpark Textsicherheit und Tanzbegeisterung bewies. Schließlich machte Rian dann auch schon Platz für das nächste Highlight des Doppelkonzert-Abends: Edmund.

Die österreichische Band, bestehend aus den Musikern Markus Kadensky und Roman Messner, heizte bei ihrem ersten Auftritt in Rosenheim dem Mangfallpark mit ihrer Feuershow und dem Lied „Rondstah“ gleich zu Beginn ordentlich ein. Und ganz nach Edmund-Marnier ging es mit etlichen Schmuse-Hits weiter. Bei „Prinzessin“ wurden die Rosenheimer Damen in den Arm genommen – und bei „Mittelscheitel“ auf Händen getragen. Naja, eher auf Schultern. Denn genau dazu forderte das Duo die Zuschauer auf.

Beim Song „Jesolo“ wurde dann aus Austro-Pop plötzlich Italo-Stimmung. Perfekt unterstrichen durch grünes, weißes und rotes Konfetti. Maximal romantisch wurde es schließlich beim Lied „Leg dei Herz“, als die Rosenheimer ihre Handys zückten und das Festivalgelände in ein Lichtermeer verwandelten. Doch nicht nur Mitschunkeln können die Sommerfestival-Fans. Auch das Singen klappte wunderbar. Bei „Zam oid wearn“ wurde aus dem Publikum ein riesiger Chor. Das große Finale bildete schließlich „Freindschoft“. Freunde, Familie und Partner lagen sich in den Armen. Kein Wunder, bei diesen Zeilen: „Mit euch kann man feiern, mit euch kann man lachen. Mit euch kann man tanzen und vü Bledsinn mochn. Mit euch kann man rean, mit euch kann man redn. Und mit solche Freind geh i gern durch‘s Leben.“ Mit tosendem Applaus wurden Edmund schließlich verabschiedet. „Ein leiwander Abend“, freute sich eine Besucherin beim Verlassen des Festivalgeländes. Und auch die Musiker zeigten sich zufrieden: „Der Applaus ist das Brot des Musikers und wir werden heute sicher nicht verhungern!“

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